Donnerstag, 05. Mai 2016

Formel 1: Fahrertausch bei Red Bull - Kwjat muss Verstappen weichen

Der österreichisch-britische Formel-1-Rennstall Red Bull schickt den russischen Crash-Piloten Daniil Kwjat als Bestrafung für seinen peinlichen Sotschi-Unfall mit Sebastian Vettel im Tausch für Jungstar Max Verstappen zum kleinen Schwesterteam Toro Rosso.

Sie tauschen ihre Cockpits: Daniil Kwjat (links) wird zu Toro Rosso "degradiert", während Max Verstappen dessen Platz bei Red Bull einnimmt.
Sie tauschen ihre Cockpits: Daniil Kwjat (links) wird zu Toro Rosso "degradiert", während Max Verstappen dessen Platz bei Red Bull einnimmt. - Foto: © APA/AFP

Formel-1-Pilot Daniil Kwjat muss offenbar für den Crash mit Sebastian Vettel büßen und sein Cockpit bei Red Bull für Max Verstappen räumen. Vier Tage nach dem doppelten Auffahrunfall des Russen mit dem deutschen Ferrari-Fahrer in Sotschi teilte Red Bull mit, dass der Russe ab dem nächsten Rennen in Barcelona ins kleine Schwesterteam Toro Rosso geschickt wird.

Dafür steigt der erst 18-jährige Niederländer Verstappen von Toro Rosso zum zweiten Red-Bull-Stammfahrer neben dem Australier Daniel Ricciardo auf.

Für Kwjat bedeutet die Entscheidung einen schmerzhaften Knick in seiner Karriere, auch wenn Red-Bull-Teamchef Christian Horner am Donnerstag anführte: „Das gibt ihm die Chance, seine Form wiederzufinden und sein Potenzial zu zeigen.“

Zuletzt in Sotschi hatte Kwjat das Rennen von Vettel schon in der ersten Runde beendet. „Die Bilder sprechen für sich“, hatte Vettel danach gesagt. Kwjat half da auch eine Entschuldigung beim Deutschen nicht, dessen Nachfolge bei Red Bull der Russe 2015 angetreten hatte.

Beim Grand Prix von Spanien in gut einer Woche muss der 22-Jährige nun wieder zurück zum Toro-Rosso-Rennstall, für den er 2014 erstmals in der Formel 1 gefahren war.

Verstappen hatte im Vorjahr im Toro Rosso als jüngster Pilot der Formel-1-Geschichte debütiert, nun darf er den Red Bull steuern. „Max hat sein außerordentliches Talent nachgewiesen“, betonte Teamchef Horner. Der Sohn des früheren Grand-Prix-Fahrers Jos Verstappen gilt in der Branche als Topstar der Zukunft, vor allem Ferrari wurde mehrfach Interesse an seiner Verpflichtung nachgesagt.

Wohl auch um die Verhandlungsposition im Poker um Verstappen zu stärken, zog Red Bull den vermutlich ohnehin geplanten Aufstieg des Youngsters deutlich vor. Mit Blick auf sein Debüt im Red Bull in Barcelona sagte Verstappen: „Ich kann diesen besonderen Augenblick kaum erwarten.“

apa/dpa

stol