Donnerstag, 31. August 2017

Froome mit Schwierigkeiten – Vuelta-Führung schmilzt

Die eigentlich als ungefährlich eingestufte 12. Vuelta-Etappe hat Chris Froome beinahe die Führung in der Gesamtwertung der Spanien-Rundfahrt gekostet.

Chris Froome
Chris Froome - Foto: © LaPresse

Ein mechanisches Problem im Finale und ein anschließender Sturz bergab ließen den Briten am Donnerstag zurückfallen. Der Vorsprung des viermaligen Tour-de-France-Siegers sank damit auf knapp unter eine Minute vor dem Italiener Vincenzo Nibali. Altmeister Alberto Contador, der in Spanien seinen Abschied vom Profi-Radsport gibt, fuhr über 40 Sekunden Vorsprung auf Froome heraus. Der Spanier liegt aber weiter über drei Minuten hinter dem Briten.

Contador war kein Vorwurf zu machen, seine Attacke lief bereits, als Froomes Schwierigkeiten begannen. Das traf nicht auf die Nibali-Gruppe zu, die direkt vom Pech des Sky-Kapitäns etwa neun Kilometer vor dem Ziel profitierte. Der am Knie und am Ellenbogen blutende Froome wurde bei seiner Aufholjagd von zwei Teamkollegen unterstützt und verlor rund 20 Sekunden auf den Italiener.

Den Tagessieg machte eine zu Beginn 14 Fahrer starke Ausreißergruppe unter sich aus. Der Pole Thomas Marczynski gewann die Etappe nach 160,2 Kilometern in Antequera und feierte bereits seinen zweiten Tageserfolg bei dieser Vuelta. Er errichte das Ziel als Solist.

Der Start in Motril begann mit einer beunruhigenden Nachricht. Auf den Bus des Rad-Teams Aqua Blue Sport war in der Nacht zuvor ein Brandanschlag verübt worden. Der Bus sei komplett zerstört, es sei aber niemand verletzt worden. „Die Polizei hat einen Verdächtigen festgenommen“, teilte der irische Vuelta-Neuling via Twitter mit.

dpa

stol