Vor allem die Spieler wissen genau, was sie vor Kameras und Mikrofonen sagen dürfen und sollen. Und was zu Problemen und Geldstrafen führen könnte.Die Deutsche Presse-Agentur hat einige gängige Sätze aus den verbalen Baukästen der Fußballer gesammelt (und was damit eigentlich gemeint ist):„Wir denken nur von Spiel zu Spiel.“ (Heißt meistens: Wir dürfen nicht über große Ziele reden, das haben der Trainer und Manager verboten, damit sie es nicht eines Tages um die Ohren bekommen.)„Im Fußball kann alles passieren.“ (Heißt meistens: Wir haben überhaupt keine Chance, aber das dürfen wir nicht sagen.)„Wir haben Respekt, aber keine Angst.“ (Heißt meistens: Wir denken lieber nicht darüber nach, wie stark der nächste Gegner ist.)„Wir haben uns nicht belohnt.“ (Heißt meistens: Wir waren zu dämlich, aus unseren Chancen etwas zu machen.)„Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ (Heißt meistens: Beim Blick auf die Tabelle würden wir tot umfallen.)„Die Mannschaft hat die Qualität.“ (Heißt meistens: Warum sie diese nicht umsetzen kann, da müssen sie jemand anderen fragen.)„Ich wollte der Mannschaft helfen.“ (Heißt meistens: Mein Trainer hasst Starallüren, deshalb sage ich lieber nicht, dass ich heute eigentlich der Größte bin.)„Wir sind nicht gut in die Zweikämpfe reingekommen.“ (Heißt meistens: Der Trainer hat uns vorher in den Hintern getreten, aber irgendwie hat es nichts genutzt.)„Wir haben nicht viel zugelassen.“ (Heißt meistens: Der Gegner hat ja vorne nicht viel zu bieten gehabt.)„Die Fans haben uns toll unterstützt.“ (Heißt meistens: Ich werde mich hüten, jemals etwas Negatives über unsere Fans zu sagen. Das würde man dann doppelt und dreifach zurückbekommen.)„Es war keine leichte Entscheidung.“ (Heißt im Managerjargon: Wir sind froh, dass wir diesen Trainer los sind, aber das kostet uns eine deftige Abfindung.)dpa