Mittwoch, 21. September 2016

Fußtritte gegen Armut und Krieg

Im völlig verarmten Südsudan trotzen einige junge Männer der ausweglosen Situation und machen intensives Kickbox-Training. Der Sport soll auch der Verständigung zwischen den rivalisierenden Stämmen dienen.

Kickboxen ist im bitterarmen Südsudan auch eine Ablenkung. - Foto: sid
Kickboxen ist im bitterarmen Südsudan auch eine Ablenkung. - Foto: sid

Krieg, Hunger und Tod bestimmen normalerweise das Bild des Südsudan, der erst seit 2011 unabhängig ist.

Puro Okello ist der Kickbox-Cheftrainer des afrikanisches Landes und bringt jungen Männer seinen Sport näher. Dabei geht es ihm nicht primär um Selbstverteidigung. Es geht ihm um Akzeptanz untereinander und die Überwindung von Stammeskonflikten, die in dem jungen Land eine große Rolle spielen.
 
„Es macht mich sehr glücklich, wenn ich diese jungen Männer bei Kämpfen in Kenia oder Äthiopien sehe und sie einen Kampf oder gar eine Medaille gewinnen", erzählt Okello. "Das ist die größte Freude in meinem Leben.“
 
Puro Okello trotzt den Widrigkeiten und tut, was er kann, um seinen Schülern etwas Ablenkung von der Armut im Südsudan zu bereiten.

sid

stol