Donnerstag, 18. Januar 2018

Gefährliche Abfahrt: Die Streif wird entschärft

Im Olympia-Winter sind zwei Abfahrer bei der Ausübung ihres Sports gestorben. Das Thema Sicherheit ist deswegen so präsent und sensibel wie selten. Insbesondere vor dem Rennen auf der Kitzbüheler Streif, der gefährlichsten Schussfahrt der Welt.

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Auf das sensible Thema Sicherheit auf der Abfahrt reagierte der Skiweltverband FIS in Kitzbühel binnen weniger Stunden.

Ein Ausraster von Andreas Sander nach dem ersten Training auf der Streif und zahlreiche deutliche Hinweise anderer Fahrer wie von Aksel Lund Svindal aus Norwegen reichten, um die Sprünge auf der Streif zu entschärfen. Zudem sollte mit mehr Farbe an vielen Stellen der gefährlichsten Abfahrt der Welt für bessere Sichtbarkeit von Bodenwellen und Schlägen gesorgt werden.

„Wir haben reagiert“, sagte FIS-Renndirektor Markus Waldner.

Die Resultate sind am Donnerstag im Abschlusstraining zu sehen, die Fahrt am Mittwoch fiel wegen zu starkem Schneefall aus. Die Veranstalter waren von dem schnellen Schnee am Dienstag überrascht, die Sprünge gingen deswegen auch ohne volles Renntempo 50 Meter und weiter - zu viel und zu gefährlich.

„Es ist - so oder so - so schwer in Kitzbühel, das braucht es einfach nicht“, sagte Josef Ferstl. „Wir geben alles, wir wollen auch eine Show bieten, keine Frage. Dazu brauche es aber Hilfsmittel wie Farbe im Schnee, um gefährliche Stellen erkennen zu können“. Das soll am Donnerstag besser sein.

Gesundheit nicht aufs Spiel setzen

Niemand will sich vorwerfen lassen, die Gesundheit der Skirennfahrer auf der ohnehin von Natur aus ungeheuer schwierigen Strecke in Nordtirol bewusst aufs Spiel gesetzt zu haben - insbesondere in einem Winter mit schon zwei Todesfällen.

Schon vor dem tödlichen Unfall des deutschen Nachwuchsfahrers Max Burkhart Anfang Dezember war Frankreichs David Poisson auf einer unzureichend gesicherten Strecke beim Training in Kanada schwer gestürzt und ums Leben gekommen.

dpa/stol

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