Dienstag, 21. Juli 2015

Golf: Nervenstarker US-Amerikaner Johnson gewann 144. British Open

Der US-amerikanische Golfprofi Zach Johnson hat am Montag die British Open am legendären Parcours von St. Andrews gewonnen. Der 39-jährige setzte sich im Stechen über vier Extralöcher gegen Louis Oosthuizen (Südafrika) und Marc Leishman (Australien) durch.

British-Open-Sieger Zach Johnson lässt sich feiern.
British-Open-Sieger Zach Johnson lässt sich feiern. - Foto: © APA/EPA

Johnson sicherte sich damit erstmals die traditionelle silberne Rotweinkanne „Claret Jug“ und den Siegerscheck in Höhe von 1,15 Mio. Pfund (1,65 Mio. Euro). Als der Coup gelungen war, küsste Golfprofi Zach Johnson überglücklich seine Ehefrau und brach in Tränen aus.

Zuvor hatte er die besten Nerven bewiesen: Im Stechen über vier Runden bewältige der US-Amerikaner den Links-Kurs mit 1 unter Par am besten. Oosthuizen (Par) und Überraschungsmann Leishman (2 über) konnten da nicht mehr mithalten. Johnson feierte seinen zweiten Major Sieg nach 2007 beim US-Masters in Augusta.

Zuvor hielten die drei Profis ex aequo bei 273 Schlägen und lieferten sich dabei ein Klasse-Finish: Als Johnson seine 66er-Runde auf dem Par-72-Platz beendet hatte, leistete sich der führende Leishman am 16. Loch das erste Bogey nach 36 Löchern. Oosthuizen erreichte das Play-off überhaupt erst mit dem letzten Putt.

Auf eine Aufholjagd von Jordan Spieth warteten die Zuschauer vergeblich, denn dem Masters- und US-Open-Sieger aus Texas fehlte das Glück beim Putten. Er verfehlte um einen Schlag die Extra-Bahnen, wurde Vierter und verpasste damit die einmalige Chance, erstmals seit Ben Hogan 1953 die drei ersten Majors in einem Jahr zu gewinnen.

Das gewohnt faire britische Publikum feierte den 21-Jährigen trotzdem. „Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie ich diese Woche gekämpft habe. Heute war ein harter Tag da draußen“, sagte Spieth.

Der am Sonntag noch mitführende irische Amateur Paul Dunne, dem die Sympathien der Zuschauer gehörten, ließ am Ende deutlich nach: Nach einer 78er-Runde fand sich der 22-Jährige auf Platz 30 wieder. „Natürlich bin ich enttäuscht, aber es war eine Riesen-Erfahrung“, sagte Dunne.

apa/dpa/Reuters

stol