Wenige Tage, nachdem er beim Grand Prix in Kanada unangekündigt die Red-Bull-Hospitality aufgesucht und dort ein Gespräch mit Sebastian Vettels Teamchef Christian Horner angefangen hatte, dementierte der Engländer Ambitionen hinsichtlich eines baldigen Wechsels von McLaren zu Red Bull Racing. „Warum sollte man wechseln, wenn man das wettbewerbsfähigste Auto hat?“, sagte der Brite bei einem PR-Event in Watkins Glen.Alleine diese Aussage zeigt, dass sich Hamilton wie alle gefragten Formel-1-Piloten alle Türen weit offen lässt. Denn das „wettbewerbsfähigste“ Auto ist derzeit ganz sicher der RB7 des in der WM überlegen führenden Vettel und nicht der MP4-23, obwohl Hamilton damit in China und jüngst Teamkollege Jenson Button in Kanada gewonnen hatte. „So lange wir ein Auto haben, das den Job erledigen kann, gibt es keinen Grund wegzugehen“, meinte Hamilton dennoch.Das spricht freilich mehr für einen Wechsel als dagegen. Hamiltons McLaren-Vertrag endet angeblich 2012, jener des zweiten Red-Bull-Piloten Mark Webber Ende 2011. Der Australier will aber unbedingt noch ein weiteres Jahr bleiben. Vermutet wird, dass der von der Unterlegenheit seines Autos frustrierte Hamilton das Öffentlichkeits-Theater bei Red Bull nur veranstaltet hat, um McLaren hinsichtlich anstehender Vertragsverhandlungen zu warnen.Hamilton spielte sein Treffen mit Horner deshalb auch sehr herunter. „Ich kenne alle Teammanager, die Bosse, wir reden andauernd“, sagte der Engländer, der mit seinem kontroversiellen Fahrstil sowie seltsamen Aussagen zuletzt für viel Irritation gesorgt hatte. apa/reuters