Das „Derby d‘Italia“ ist aus mehreren Gründen hochbrisant: Einerseits steht jetzt plötzlich auch Inter im Betrugsskandal aus dem Jahr 2006, für den Juventus in die Serie B verbannt wurde, auf der Anklagebank. Obwohl sich die Juve-Führung vom Haupangeklagten Luciano Moggi distanziert hat, fordert man gemeinsam die gleiche Behandlung für alle Vereine, was in der Inter-Chefetage, die sich als Opfer des Skandals sieht, gar nicht gut angekommen ist.Andererseits stehen beide Mannschaften unter enormem Druck: Inter muss drei Punkte holen, um die AS Roma unter Druck zu setzen und den Römern die Tabellenführung nach einer Wochen wieder zu entreißen, sollte der Spitzenreiter am Sonntag im heiklen Derby gegen Lazio seinen Vorsprung auf Inter nicht verteidigen können.Juventus hingegen hat - nach einer desaströsen Saison - die Hoffnung auf einen Champions League-Platz noch nicht aufgegeben. Bei Juve werden Del Piero und Amauri stürmen, der bisher enttäuschende Diego soll für die spielerischen Akzente sorgen.Für José Mourinho ist das heutige Spiel sein 100. Einsatz als Inter-Trainer. Bisher gewann der Portugiese 59 Mal, spielte 26 Mal Remis und verlor nur 14 Mal. stol