Sonntag, 31. Januar 2016

Historische Schlappe für Super-Ringerin

Nach 13 Jahren und unglaublichen 189 Siegen hintereinander musste sich die erfolgsverwöhnte Japanerin Kaori Icho erstmals geschlagen geben. Sie unterlag einer 10 Jahre jüngeren Mongolin bei einem Wettkapmf in Sibirien glatt mit 0:10.

Der Ringrichter beendet den Kampf, die Mongolin Orkhon Purevdorj (links) jubelt, während Superstar Kaori Icho (rechts) niedergeschlagen am Boden hockt. - Foto: Screenshot Youtube-Video
Der Ringrichter beendet den Kampf, die Mongolin Orkhon Purevdorj (links) jubelt, während Superstar Kaori Icho (rechts) niedergeschlagen am Boden hockt. - Foto: Screenshot Youtube-Video

Die 31-jährige japanische Freistil-Ringerin Kaori Icho hat nach 13 Jahren und 189 Siegen auf der Matte die erste Niederlage bezogen.

Die dreifache Olympiasiegerin der Klasse bis 63 Kilogramm unterlag beim Golden-Grand-Prix in der sibirischen Stadt Krasnojarsk im Finale der 58-kg-Kategorie der 21-jährigen Mongolin Orkhon Purevdorj. Davor war sie zuletzt 2003 von einer Amerikanerin besiegt worden.

Die zehnfache Weltmeisterin hatte in all den Jahren auch einmal einen Kampf verletzungsbedingt aufgeben müssen, 2007 bei den Asien-Spielen.

„Ich bin erleichtert, dass das nicht die Olympischen Spiele waren. Es ist genug Zeit, die Dinge zu richten. Ich glaube, dass sie ihren vierten Olympia-Titel in Folge gewinnen kann“, sagte der Technische Direktor des japanischen Teams, Kazuhito Sakae.

„Ich konnte nicht so ringen, wie ich will, und das kommt dann raus. Es war eine gute Erfahrung“, meinte Icho. „Ich möchte das nützen, um daraus für Rio zu wachsen.“

apa/reuters

stol