Donnerstag, 16. Juni 2016

Historischer Sieg für Nordirland – 2:0 gegen die Ukraine

Nordirland geht nach dem ersten EM-Sieg seiner Geschichte mit Achtelfinal-Träumen in das letzte Gruppenspiel gegen Weltmeister Deutschland.

Foto: © LaPresse

Ein Kopfballtreffer von Gareth McAuley (49.) und ein Tor von Niall McGinn in der Nachspielzeit bescherten dem Endrunden-Neuling den 2:0 (0:0)-Erfolg gegen die Ukraine und gute Aussichten auf den dritten Gruppenplatz.

Vor 51 043 Zuschauern im Stade Lyon zeigten die Nordiren im Dauerregen eine kämpferisch starke Leistung und eine deutlich verbesserte Offensive gegen eine insgesamt enttäuschende ukrainische Elf, die im letzten Gruppenspiel gegen Polen immerhin noch theoretische Chancen auf Rang drei in der Gruppe C hat.

Die Nordiren verzichteten in der vorentscheidenden Partie von Beginn an überraschend auf ihren besten Stürmer Kyle Lafferty, der beim 0:1 im ersten Spiel gegen Polen kaum Akzente setzen konnte. Coach Michael O'Neill veränderte seine Startelf auf insgesamt fünf Positionen. Laffertys Rolle nahm Conor Washington ein. Die Personalrochaden sollten vor allem der Offensive zugute kommen.

Die Osteuropäer schöpften aus ihrer starken Phase beim 0:2 gegen Deutschland Mut und setzten auf die vertraute Flügelzange mit Jewgeni Konopljanka und Andrej Jarmolenko. Lediglich in der Sturmspitze kam Routinier Jewgeni Selesnjow neu in die Anfangself.

Die Regengüsse in einer schwachen Partie schienen eher die kampfstarken Nordiren zu beflügeln und das Angriffsspiel ein wenig zu beleben. Craig Cathcart mit einem Kopfball in der 34. Minute und Steven Davis mit einem Schuss aus spitzem Winkel (42.) hatten zwei gute Gelegenheiten.

Besser machte es McAuley, der nach einem Freistoß von Oliver Norwood per Kopf den Führungstreffer und damit unter dem grenzenlosen Jubel der Fans das erste EM-Tor Nordirlands überhaupt erzielte. Schon im Gegenzug hatte Selesnjow die Ausgleichschance, ehe Schiedsrichter Pavel Kralovec die Partie wegen heftiger Hagelschauer für etwa drei Minuten unterbrechen musste. Im Kabinengang wechselten einige Spieler die nassen Trikots, dann wurden die Wetterbedingungen schnell besser.

In der Schlussphase drückten die Ukrainer auf den Ausgleich, doch Viktor Kowalenko verfehlte das Tor mit einem Distanzschuss und auch Jarmolenko scheiterte knapp. In der nachspielzeit traf McGinn zum 2:0.

dpa

stol