Die beiden amtierenden Eiskletterweltmeister dominierten das Schwierigkeitsklettern auch bei der zweiten Auflage nach Belieben. Bendler hatte für das Semifinale am Sonntag eine Wild Card erhalten, nachdem er am Samstag bei einem Wettkampf in der Nähe von Salzburg im Einsatz war. Noch in der Nacht nahm er den Weg aus Österreich ins hintere Passeiertal auf sich, um pünktlich um 9 Uhr in der Isolationszone zu sitzen und auf seinen Einsatz zu warten. Herbert Klammer wird VierterSchon bei seinem ersten Auftritt deutete der Nordtiroler dann seine gute Form an und kletterte als einer von insgesamt vier Athleten top - das heißt, dass er das Ende der Route erreichte. Allerdings war Bendler der Schnellste der vier Eiskletterer. Im Finale, zu dem die acht besten Athleten des Halbfinales zugelassen wurden, erreichte Bendler vor 600 Zuschauern als einziger das Ziel und verteidigte seinen Vorjahressieg souverän vor Maxim Tomilov und Alexey Dengin, beide aus Russland. Knapp am Podest kletterte Vizeweltmeister Herber Klammer vorbei. Der Luttacher wurde Vierter. Bei den Frauen gab es bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt durch Angelika Rainer einen Südtiroler Erfolg. Die Meraner Eiskletterweltmeisterin, die heuer bereits im Eiskletter-Weltcup eine Station gewinnen konnte, hatte im Finale mit den Konkurrentinnen aus Russland Maryam Filippova, Viktoriya Shabalina und Lyudmila Badalyan keine Mühe. Wie Bendler bei den Männern kletterte sie als einzige Teilnehmerin die Route bis zum Ende durch. Neuer Rekord im SpeedrennenIm Anschluss an das Schwierigkeitsklettern wurde der Speedwettbewerb ausgetragen, den Pavel Gulyaev gewann. Der Russe ist der akutelle Weltrekordhalter. Eine 15 Meter hohe Eiswand bewältigte er in 9,59 Sekunden. Auch in Rabenstein sorgte er für einen neuen Rekord: Den 25 Meter hohen Eisturm bestieg der Speedspezialist in 25,04 Sekunden. Einen Achtungserfolg landete Lokalmatador Oswald Ennemoser, der es ins topbesetzte Speed-Finale schaffte und Achter wurde. Insgesamt waren in Rabenstein 40 Eisklettererinnen und Eiskletterer aus neun Nationen im Einsatz. „Ich bin stolz auf unseren Verein Eisturm Rabenstein und dass wir den Teilnehmern und Zuschauern auch heuer einen tollen Wettkampf bieten konnten. Mein Dank geht natürlich auch an alle Sponsoren, ohne deren Hilfe die Ausrichtung eines solchen Wettbewerbes unmöglich wäre“, sagte OK-Chef Reinhard Graf im Anschluss an die Veranstaltung. Doch auch wenn der ICEFIGHT 2010 nun Geschichte ist, am Eisturm von Rabenstein geht die Eisklettersaison weiter: Bereits am Dienstag können sich alle Eiskletterbegeisterten ab 19 Uhr wieder auf den eisigen Riesen wagen. Ergebnisse, Icefight 2010Schwierigkeitsklettern Männer1. Markus Bendler (Österreich)2. Maxim Tomilov (Russland)3. Alexey Dengin (Russland)4. Herbert Klammer (Luttach)5. Pavel Gulyaev (Russland)6. Benedikt Purner (Österreich)7. Dennis Van Hoek (Niederlande)8. Alexey Tomilov (Russland)Schwierigkeitsklettern Frauen1. Angelika Rainer (Meran)2. Maryam Filippova (Russland)3. Lyudmila Balayan (Russland)4. Viktorya Shabalina (Russland)Speedklettern Männer1. Pavel Gulyaev (Russland)2. Alexey Tomilov (Russland)3. Pavel Batushev (Russland)4. Igor Lysenko (Russland)5. Igor Fayzullin (Russland)6. Jarney Vukotic (Slowenien)7. Dennis Van Hoek (Niederlande)8. Oswald Ennemoser (Rabenstein)