Freitag, 04. November 2016

In 10 Jahren: Olympische Spiele in Südtirol?

2018 – Pyeongchang/Südkorea. 2022 – Peking/China. 2026 – Euregio? Tirol prüft derzeit, sich um die Olympischen Winterspiele 2016 zu bewerben. Nun steht die Idee im Raum, die Spiele grenzüberschreitend auszurichten.

Foto: © STOL

„Der Aspekt einer grenzüberschreitenden Ausrichtung der Olympischen Spiele könnte mitunter für die Entscheidungsträger über die verschiedenen Kandidaturen interessant sein“, meint Martha Stocker. Die Sportlandesrätin hat sich am Donnerstag mit ihren Amtskollegen aus Tirol und Trentino getroffen. Es ging um die künftige Zusammenarbeit der drei Euregio-Länder im Bereich des Sports.

Das ferne Jahr 2026 nahm dabei viel Raum ein. Denn: Das Land Tirol arbeitet derzeit an einer Machbarkeitsstudie, um die Möglichkeit einer Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2016 auszuloten. Dabei soll geprüft werden, ob die Voraussetzungen für eine Austragung der Spiele erfüllt werden und welche Investitionen dafür notwendig wären.

Tirols Sportlandesrat Josef Geisler berichtete über den aktuellen Stand der Dinge. "Bei einer Kandidatur hätte es mit Sicherheit seinen Reiz, grenzüberschreitend in der Dimension der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino zu denken", betonte der Landesrat. Antragsteller müsse zwar ein Nationales Olympisches Komitee sei, dennoch sei aufgrund der geringen Entfernung zwischen den drei Ländern zum gegebenen Zeitpunkt eine Zusammenarbeit möglich.

Bewerbung muss 2017 vorliegen

Eine Bewerbung muss in der zweiten Jahreshälfte 2017 beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vorliegen. Die kandidierenden Städte und Regionen werden 2018 feststehen, 2019 erfolgt die Vergabe. Auch verschiedene Regionen der Schweiz wollen 2026 Olympia-Gastgeber werden.

Innsbruck war bereits 1964 und 1976 Austragungsort von Winterspielen. Zuletzt war in zwei Volksbefragungen in Innsbruck (1993 und 1997) einer neuerlichen Kandidatur eine Absage erteilt worden.

stol

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