Freitag, 09. Dezember 2016

IOC kündigte Nachtests von russischen Olympia-Startern an

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will alle 254 Urinproben russischer Athleten von den Winterspielen 2014 in Sotschi erneut analysieren.

Foto: © APA/EPA

Die WADA-Ermittler unter Richard McLaren hätten für entsprechende Nachkontrollen nicht das Mandat gehabt, teilte das IOC am Freitag in Lausanne mit. Die 63 Blutproben russischer Sportler in Sotschi seien bereits nachgetestet worden – alle waren negativ.

Das Mandat der IOC-Kommission, die nach den Erkenntnissen aus dem McLaren-Report nun die Einzelfallprüfungen vornehmen soll, ist deutlich erweitert worden.

Alle Dopingproben russischer Athleten, die bei den Olympischen Spielen 2012 in London genommen würden, dürfen damit von den Experten untersucht werden. Die Disziplinarkommission wird vom Schweizer Denis Oswald geleitet. Elf russische Sportler seien vom IOC als Folge von Nachtests bereits sanktioniert worden.

Das IOC dankte dem kanadischen Chefermittler McLaren und dessen Team für die Arbeit. „Die detaillierten Ergebnisse machen deutlich, dass es einen fundamentalen Angriff auf die Integrität der Olympischen Spiele und auf den Sport im Allgemeinen gegeben hat“, heißt es in dem IOC-Statement.

apa/dpa

stol