Sonntag, 06. August 2017

IOC-Präsident zu Sotschi-Manipulation: „Valide Methode gefunden“

Das Internationale Olympische Komitee ist dem Nachweis der mutmaßlichen Manipulation von Doping-Probenflaschen bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi einen entscheidenden Schritt näher gekommen.

Foto: © LaPresse

„Es sei vor ein paar Wochen eine Methode gefunden worden, mit denen man die Kratzer an den Probenbehälter forensisch valide untersuchen kann“, sagte IOC-Präsident Thomas Bach der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Leichtathletik-WM in London, die er am Freitag und Samstag besuchte.

Unter Federführung des Forensischen Instituts in Lausanne habe man sich in Zusammenarbeit mit anderen Instituten auf eine Methode verständigt, wie man den Nachweis der illegalen Öffnung von Proben erbringen könne, erklärte Bach weiter.

Die Untersuchung von 28 Proben russischer Wintersportler, die bei den Sotschi-Spielen von Behörden des Gastgeberlandes geöffnet worden sein sollen, um positive Doping-Proben zu vertuschen, liegt in der Verantwortung der Kommission von IOC-Mitglied Dennis Oswald. Gelingt der Nachweis von Manipulationen, können die Fälle den Weltverbänden zur Suspendierung und Sanktionierung weitergereicht werden.

Sonderermittler Richard McLaren, der im Auftrag der Welt-Anti-Doping-Agentur den Doping-Skandal in Russland untersuchte, hatte in seinem Report über die illegale Öffnung der Dopingproben durch Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes FSB berichtet.

dpa

stol