Mittwoch, 20. Juli 2016

Italienischer Tennisspieler soll absichtlich Spiele verloren haben

Der italienische Tennisspieler Marco Cecchinato wurde wegen der Verwicklung in Spielmanipulationen und Korruption für 18 Monate gesperrt, hat der Internationale Tennisverband (ITF) am Mittwoch mitgeteilt.

Marco Cecchinato (rechts im Bild mit dem Südtiroler Tennis-Ass Andreas Seppi) soll absichtlich bei zwei Spielen verloren haben.
Marco Cecchinato (rechts im Bild mit dem Südtiroler Tennis-Ass Andreas Seppi) soll absichtlich bei zwei Spielen verloren haben. - Foto: © LaPresse

Der 23-jährige Sizilianer, Nummer 143 in der Weltrangliste, hat am Samstag im Davis Cup das Doppel für Italien gegen Argentinien bestritten.

Cecchinato war bisher hauptsächlich auf Challenger-Ebene aktiv und hat noch kein Grand-Slam-Turnier bestritten. Er wird beschuldigt, im Challenger in Mohammedia (Marokko) im Oktober 2015 absichtlich gegen den Polen Kamil Majchrzak, Nummer 264 in der Weltrangliste, verloren zu haben.

Auch in einem Doppel-Match im Challenger in Prostejov (Tschechien) wird ihm ein solches Vergehen zur Last gelegt.

Sein Doppelpartner Luca Vanni bekam dafür eine Geldstrafe in der Höhe von 300 Euro. Die Geldstrafe für Cecchinato liegt bei 40.000 Euro, er kann gegen die Sperre berufen.

Zwei weitere Italiener gesperrt

Neben Marco Cecchinato wurden mit Riccardo Accardi und Antonio Campo zwei weitere Italiener vom Internationalen Tennisverband (ITF) gesperrt. Accardi wurde für ein Jahr suspendiert und bekam eine Geldstrafe von 20.000 Euro, gegen Campo wurde eine Sperre von vier Monaten und eine Geldstrafe von 10.000 Euro wegen Beteiligung an versuchten Spielmanipulationen ausgesprochen.

Die Europäische Sport-Sicherheitsvereinigung (ESSA) hatte am Dienstag mitgeteilt, dass Tennis mit 34 Vorfällen im zweiten Quartal 2016 für den Großteil verdächtiger Wett-Aktivitäten verantwortlich ist, die von der Vereinigung registriert wurden.

apa/afp/reuters

stol