Radikale Fans des CFC Genua warfen im Spiel gegen den AC Siena beim Zwischenstand von 0:4 Rauchbomben, versuchten das Spielfeld zu stürmen und sorgten damit für eine rund 50-minütige Unterbrechung.Sie forderten die Genua-Spieler auf, ihre Trikots auszuziehen, weil sie der Vereinsfarben nicht mehr würdig sein. Nach Wiederanpfiff der Partie drehten die radikalen Genua-Fans ihrer Mannschaft den Rücken zu und beschimpften sie mit Sprechchören. Die meisten Zuschauer hatte das Stadion Marassi zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen. Das Spiel endete mit 1:4.Italiens Fußballverbandspräsident Giancarlo Abete verurteilte die Fan-Randale am Sonntag als „inakzeptabel“. „Dies sind keine Fußballfans. Solche Leute dürfen nirgendwo mehr in Stadion“, sagte Abete. Die „Gazzetta dello Sport“ bezeichnete die Randalierer auf ihrer Internetseite als „Schande“ für den Fußball.Milan hatte zuvor im Titelduell mit Juventus Turin einen Rückschlag erlitten. Milan kam zu Hause gegen den FC Bologna nicht über ein 1:1 hinaus. Gastón Ramirez schoss in der 26. Spielminute das Tor zur 1:0-Führung der Gäste, das Milan die Titelverteidigung kosten könnte. Zlatan Ibrahimovic gelang kurz vor Abpfiff noch der Treffer zum Ausgleich.Fünf Spieltage vor Ende der Serie zog Spitzenreiter Juventus Turin (71 Punkte) mit einem klaren Heimsieg an Milan (68) vorbei. Beim 4:0 (3:0) am Sonntagabend gegen AS Rom brachte der Arturo Vidal Juve mit seinem frühen Treffern in der 4. und 8. Minute auf die Siegerstraße, Andrea Pirlo (29.) und Claudio Marchisio (52.) besorgten den Endstand.Auch Lazio Rom (55) verlor Punkte, verteidigte aber Rang drei. Für die Römer reichte es gegen Lecce im Olympiastadion nur zum 1:1. Der Brasilianer Matuzalem brachte Lazio zwar in der 82. Minute in Führung, Valeri Bojinov gelang aber in der Nachspielzeit noch der Ausgleich.Vize-Meister Inter Mailand war im Mittagsspiel bei Fiorentina nur zu einem 0:0 gekommen. Torwart Julio Cesar rettete den Mailändern am Sonntag zumindest den einen Punkt, als er in der 70. Spielminute einen Elfmeter von Adem Ljajic parierte. Mit 49 Zählern bleibt Inter in der Fußball-Serie A nach 34 Spieltagen abgeschlagen auf dem siebten Tabellenplatz und muss weiter um den Einzug in die Europacup-Wettbewerbe bangen.dpa