Laut Aussage von KEC-Geschäftsführer Thomas Eichin wird der Club die noch ausstehenden acht Hauptrundenspiele auf jeden Fall bestreiten. „Wenn wir den Insolvenzantrag stellen müssen, werden wir nur die möglichen Playoffs nicht absolvieren können“, sagte Eichin der „Kölnischen Rundschau“ (Mittwoch). Ein Jahr nach dem Verpassen der Playoffs kämpfen die Haie als Tabellen-Zehnter darum, die Qualifikationsrunde für das Viertelfinale zu erreichen.Eine Lösung zur Bewältigung der Krise beim Traditionsclub ist jedoch nicht in Sicht. „Es bleibt ein Horrorszenario, ein Fass ohne Boden“, klagte Eichin, der kurzfristig 500.000 Euro auftreiben muss. Erste Signale der Stadt Köln, des Managements der Lanxess-Arena und der DEL-Spitze waren wenig verheißungsvoll. Eichin drängt alle Beteiligten zur Eile: „Viel Zeit bleibt nicht mehr.“Der Überlebenskampf der Kölner besorgt auch die DEL-Führung. „Ich befürchte, dass die Lage bei den Haien dramatisch ist. Wenn ein Standort wie Köln ernsthaft in Gefahr gerät, muss man sich um die Liga Sorgen machen“, sagte DEL-Aufsichtsratsmitglied Daniel Hopp dem „Mannheimer Morgen“ (Mittwoch). Eine finanzielle Unterstützung seitens der Liga für den achtmaligen deutschen Meister schloss der Geschäftsführer von Adler Mannheim jedoch aus: „Wir müssen Köln auf anderen Wegen helfen, sonst käme jeder Club, der in Schwierigkeiten geraten ist.“Die Kölner hatten zu Beginn der Woche große finanzielle Probleme eingeräumt. Insgesamt sollen Verbindlichkeiten von rund 1,5 Millionen Euro aufgelaufen sein. Die hohen Kosten für die Lanxess-Arena und das Trainingszentrum, der Zuschauerschwund bei den Spielen, Einbrüche beim Fanartikel-Verkauf und der Logenvermarktung sowie den Zuwendungen durch Sponsoren hatten zur Verschärfung der Lage beigetragen.dpa