Nur knapp vier Monate vor Beginn der nächsten Weltcupsaison konnte noch keine Einigung über die Einnahmen aus den Fernsehrechten für die nächste Vertragsperiode (2011 – 2016) erzielt werden. Der FISI-Vorstand hat am Dienstag beschlossen, den Prozentsatz aus dem Erlös der Fernsehrechte, den die Veranstalter an den Verband abführen müssen, auf 45 Prozent zu erhöhen. Unter diesen Umständen könne man den vertraglichen Verpflichtungen des Internationalen Skiverbandes FIS, der Eigentümer der Rennen ist, sowie den Anforderungen der Sponsoren und Fernsehanstalten nicht mehr so wie bisher entsprechen, so die Organisatoren. Das bedeute auch, dass die jeweiligen Veranstaltungsorte künftig vom Weltcupkalender gestrichen werden könnten.„Wir können nicht verstehen, welche Strategie unser Verband verfolgt“, erklären die Veranstalter der Rennen in Alta Badia, Cortina, Gröden und Madonna di Campiglio unisono. „Der Vorschlag der OK sieht eine Abgabe von 35 Prozent der Fernseheinnahmen für Frauenrennen und von 40 Prozent für Herrenrennen an den Verband vor. Dazu kommen verschiedene Dienstleistungen für die Sponsoren der FISI. Die Beträge zugunsten der FISI sind in den letzten vier Jahren um 30 Prozent erhöht worden. Eine weitere Erhöhung der Beträge käme einem Aderlass gleich, der eine hochwertige Durchführung der Rennen kompromittieren würde.“ „Sollte kein annehmbares Abkommen mit der FISI erzielt werden, dann könnte der Internationale Skiverband die Rennen an Veranstaltungsorte im Ausland vergeben“, erklären die Veranstalter, „womit die glorreiche Geschichte der Saslong, Gran Risa, Olimpia delle Tofane und Tre-Tre, die in den vergangenen Jahrezehnten zusammen über 200 Ski-Weltcuprennen beherbergt haben, der Vergangenheit angehören.“stol