Freitag, 11. März 2016

Kira Grünberg aus Reha-Zentrum nach Hause entlassen

Die querschnittgelähmte frühere Stabhochspringerin Kira Grünberg ist am Donnerstagabend nach mehr als einem halben Jahr im Rehabilitationszentrum Bad Häring nach Hause entlassen worden. Im Haus ihrer Eltern in Kematen in Nordtirol wird die 22-Jährige die kommenden Monate verbringen.

Im Reha-Zentrum Bad Häring bekam Kira Grünberg immer wieder prominenten Besuch, so auch von Bundespräsident Heinz Fischer und dessen Frau Margit.
Im Reha-Zentrum Bad Häring bekam Kira Grünberg immer wieder prominenten Besuch, so auch von Bundespräsident Heinz Fischer und dessen Frau Margit.

Grünberg habe laut ihrem Manager Thomas Herzog bereits in den vergangenen Monaten in der Reha „sehr große Fortschritte“ gemacht. Zu Hause wird sie beinahe täglich mit einem von der Familie bezahlten Physiotherapeuten weiterarbeiten. „Dazu macht sie wahnsinnig viel selbstständig neben ihren Therapien. Das ist auch für die großen Fortschritte verantwortlich“, meinte Herzog.

Mittlerweile kann die Nordtirolerin ihren Bizeps wieder voll benutzen. Sie kann dadurch trotz fehlender vollständiger Fingerfunktion auch Dinge greifen oder schreiben. Die ersten Prognosen nach ihrem schweren Trainingsunfall am 30. Juli des Vorjahres waren noch deutlich schlechter gewesen. In Bad Häring war sie seit 21. August.

Im Herbst will Grünberg ihr Pharmaziestudium wieder aufnehmen. Die kommenden Wochen gelten aber der Eingewöhnung im zumindest teilweise behindertengerecht adaptierten elterlichen Haus.

Am Donnerstag war Grünberg erstmals in ihrem Zimmer, das sie am Tag ihres Unfalles verlassen hatte. Dazu stand ein gemeinsames Essen mit der Familie auf dem Programm. Herzog: „Darauf hat sie sich besonders gefreut.“

apa

stol