Drei Stunden und 24 Minuten benötigte Roger Federer, um gegen den Schotten Andy Murray mit 4:6, 7:5, 6:3 und 6:4 die Oberhand zu behalten. Dabei bot Murray, der der erste Finalist Großbritanniens seit 1938 war, eine grandiose Leistung und war in den ersten beiden Sätzen durchaus besser als Federer. Doch dem Schweizer gelang mit der ganzen Routine eines großen Champions im zweiten Satz ein hartumkämpftes Break zum Satzausgleich.Als dann aufgrund des Regens in London erstmals in einem Finale das Dach auf dem Center Court in Wimbledon geschlossen worden war, wurde Federer immer stärker und holte sich mit je einem Break in den Sätzen drei und vier seinen ersten Grand-Slam-Titel seit 2010.Murray musste auch in seinem vierten Finale bei einem Grand-Slam den Platz als Verlierer verlassen und konnte die Erwartungen seiner Landsleute, die auf den ersten Heimsieg seit 1936 gehofft hatten, nicht erfüllen.Federer die neue Nummer 1Roger Federer sicherte sich mit seinem siebten Sieg auf dem "heiligen Rasen" gleich mehrere Rekorde. So schloss er zu Wimbledon-Rekordsieger Pete Sampras auf, übernahm die alleinige Führung an Grand-Slam-Siegen (17) und wird ab Montag auch die neue Nummer 1 der Weltrangliste sein. Auch dort holt er nun sein Idol Sampras ein, was die Wochen als Führender des ATP-Rankings angeht und wird ihn die nächste Woche überholen.stol