Samstag, 16. Januar 2016

Leichtathletik: Bolt findet jüngste IAAF-Enthüllungen „schockierend“

Sprint-Superstar Usain Bolt hat geschockt auf die jüngsten Enthüllungen um Doping-Verschleierungen durch den Leichtathletik-Weltverband (IAAF) reagiert.

Eine Streichung aller Weltrekorde hält Usain Bolt, der selbst drei Bestmarken hält, nicht für angebracht. - Archivbild.
Eine Streichung aller Weltrekorde hält Usain Bolt, der selbst drei Bestmarken hält, nicht für angebracht. - Archivbild. - Foto: © LaPresse

„Man fühlt sich als Athlet, der dabei helfen will, den Sport sauber zu machen, im Stich gelassen“, erklärte der 29-jährige Jamaikaner. Der sechsfache Olympiasieger sprach sich aber gegen die Annullierung aller Weltrekorde aus.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte am Donnerstag in ihrem zweiten Bericht eine neue Dimension der Korruption in der IAAF eröffnet. Der frühere IAAF-Präsident Lamine Diack soll organisiertes Doping in verschiedenen Verbänden, allen voran Russland, gedeckt haben.

„Als ich davon gehört habe, war es ziemlich schockierend“, sagte Bolt am Freitag in Kingston, wo er zum sechsten Mal den Preis als Jamaikas Sportler des Jahres entgegennahm.

Bolt: Annullierung von Weltrekorden "sinnlos"

Mit der vom britischen Verband vorgeschlagenen Streichung aller Weltrekorde kann Bolt aber nur wenig anfangen. „Aus meiner Sicht ist das wirklich sinnlos. Was geschehen ist, ist geschehen“, meinte der Ausnahmesprinter. „Wir müssen auch in die Zukunft schauen.“ Bolt hält selbst die Bestmarken über 100 Meter (9,58 Sekunden), 200 Meter (19,19) und geteilt auch mit der jamaikanischen 4 x 100 Meter Staffel (36,84).

apa/reuters

stol