„Andere Mannschaften haben ähnlich große Chancen, doch das will keiner hören“, sage Löw in einem am Donnerstag erscheinenden, aber bereits vor mehreren Wochen im April geführten Interview des Magazins „Der Stern“. Als Trainer spüre er den Druck. „Nach Siegen wirst du als Messias gefeiert, als Heilsbringer fürs ganze Volk. Wenn du ein Spiel verlierst, bist du der Staatsfeind Nummer eins.“Für die WM in Brasilien hat der DFB-Chefcoach einen speziellen Wunsch. „Bei einer WM haben wir noch nie gegen Italien gewonnen. Doch irgendwann kommt der Tag, an dem wir sie auch mal schlagen, da bin ich mir hundertprozentig sicher. Und im Finale wäre es natürlich am schönsten“, sagte Löw über eine mögliche Revanche gegen den deutschen Bezwinger bei WM 2006 und EM 2012.Löw erneuerte in dem April-Gespräch seine Personalsorgen. „Die Lage ist nicht einfach. Viele sagen zu mir: Ihr habt die beste Mannschaft, die jemals für Deutschland spielte! Dann sage ich: Okay, zähl mal auf, wer denn momentan in Topverfassung ist! Wir haben im Moment nur sieben, acht Spieler, die in Topform sind“, sagte er im April. Am Donnerstag benennt der Bundestrainer seinen vorläufigen WM-Kader.dpa