Donnerstag, 26. November 2015

Lunger will auf den Nanga Parbat - und das im Winter

Er gilt als Todesberg, die Tour auf den Nanga Parbat als eine der härtesten der Welt. Als würde das nicht ausreichen will Extrembergsteigerin Tamara Lunger den 8125 Meter hohen Gipfel erstmals überhaupt bei einer Winterbesteigung erreichen. Ihr Begleiter: erneut Simone Moro aus Bergamo.

Der Nanga Parbat soll es sein.
Der Nanga Parbat soll es sein. - Foto: © shutterstock

Mit 8125 Metern ist der Nanga Parbart in Pakistan der neunthöchste Berg der Welt und neben dem K2 der einzige der 14 Achttausender, der noch nie im Winter bezwungen wurde. Seit 1988 gab es über 30 Versuche, die pakistanischen Achttausender im Winter zu bezwingen. 

Vorbereiten gemeinsam mit dem Vater

"Die größte Herausforderung wird die Kälte sein", sagt Hansjörg Lunger, Tamaras Vater. Er wird seine Tochter nach Pakistan begleiten. Am 6. Dezember geht es los. 

Dann wird Lunger seine Tochter auf einen 7000-er weiter nördlich begleiten, der als Vorbereitung für die Nanga-Parbat-Besteigung dienen soll.

Wieder zusammen mit Moro

Allein wird die Extrembergsteigerin aus Gummer am Todesberges natürlich nicht sein. Sie wird begleitet von Simone Moro aus Bergamo, mit dem sie im März die Expedition zum Manaslu (8611m) in Nepal unternahm. Bereits dabei sollte die Besteigung im kalendarischen Winter stattfinden, glückte jedoch nicht (STOL hat berichtet).  

Nun also ein neuer Berg. 

Bereits der dritte Versuch

Für Begleiter Simone Moro aus Bergamo ist dies auch nicht der erste, sondern dritte Versuch. Zuletzt machte er sich 2014 auf, um den Nanga Parbat im Winter zu bezwingen, musste nach drei gescheiteren Anläufen aber aufgeben. 

Moro hat aber immerhin bereits drei Achttausender im Winter bezwungen und gilt mit seinem minimalistischen Apinstil als ein Meister des Bergsteigens bei winterlichen Bedingungen.

"Ich kann verstehen, dass es einen besonderen Reiz ausmacht, etwas zu schaffen, was vorher noch nie gelang", sagt Hansjörg Lunger zum Vorhaben. Und es sei nicht so, dass seine Tochter dabei ein übermäßiges Risiko einginge. 

"Das passt schon so", sagt Lunger. 

stol/ker

stol