Freitag, 15. September 2017

Mafia-Skandal bei Juve: Präsident Agnelli droht Sperre

Im Prozess um mögliche Kontakte zwischen Fangruppen von Juventus Turin und der kalabrischen Mafia hat die Staatsanwaltschaft zweieinhalb Jahr Sperre für Clubpräsident Andrea Agnelli gefordert.

Der Präsident von Juventus Andrea Agnelli mit seinem Verteidiger Caludio Albanese am Freitag vor dem Sportgericht in Rom.
Der Präsident von Juventus Andrea Agnelli mit seinem Verteidiger Caludio Albanese am Freitag vor dem Sportgericht in Rom. - Foto: © LaPresse

Das berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Freitag, während die Verhandlung vor dem Sportgericht des italienischen Fußballverbands (FIGC) in Rom lief.

Agnelli muss sich mit drei weiteren Clubmanagern vor dem Sportgericht verantworten. Die Führung des Serie-A-Clubs, bei dem auch die deutschen Fußball-Nationalspieler Sami Khedira und Benedikt Höwedes spielen, wird beschuldigt, zwischen 2011 und 2016 Ultras mit Kontakten zur 'Ndrangheta Eintrittskarten verschafft zu haben – beziehungsweise dies nicht verhindert zu haben.

Agnelli hatte stets zurückgewiesen, die Kontakte zwischen Vereinsmitgliedern sowie Ultras und der „Unterwelt“ nicht unterbunden zu haben.

dpa

stol