Die Mailänder können dabei vor dem Heim-Hinspiel auf die Statistik bauen, denn in vier direkten Duellen haben sie bisher gegen ManUnited immer den Aufstieg geschafft. Im zweiten Dienstagsspiel gastiert Real Madrid bei Olympique Lyon.Milan hat im eigenen San-Siro-Stadion alle vier Europacup-Heimspiele gegen Manchester jeweils zu Null gewonnen. Zuletzt setzten sich die Italiener 2007 im Champions-League-Halbfinale mit einem Gesamtscore von 5:3 durch. „Wir wissen alle, dass Manchester eine großartige Mannschaft hat, aber wir gehen auf den Platz, um zu siegen“, betonte Milans Offensivspieler Alexandre Pato. Der Tabellendritte der vergangenen Saison hatte am Freitag nach drei sieglosen Serie-A-Runden in Folge und zusätzlich dem Aus im Italienpokal mit einem hartumkämpften 3:2-Erfolg gegen Udinese vor den Augen von Manchester-Coach Alex Ferguson auf die Siegerstraße zurückgefunden.„Es ist ein guter Zeitpunkt, um in Mailand anzutreten. Sie haben am Wochenende gespielt, Kaka im Sommer verloren und ein paar Verletzungen, während wir spielfrei waren und uns erholen konnten“, war Ferguson optimistisch. Die Mailänder hätten zwar einige Akteure mit der nötigen Stärke und Erfahrung, „aber wir haben genauso Spieler, die ein Match entscheiden können“.Der Langzeit-Trainer des Vorjahresfinalisten will jedenfalls in Mailand kein Deja-Vu erleben. „Vor drei Jahren haben sie das Spiel im San Siro dominiert, das wird nicht noch einmal passieren“, sagte Ferguson, der auf Nemanja Vidic und Ryan Giggs verletzungsbedingt verzichten muss. Milan dagegen kann mit Ausnahme des angeschlagenen Stürmers Marco Boriello aus dem Vollen schöpfen.Englands Meister setzt vor allem auf Stürmer-Ass Wayne Rooney. „Milan hat einige Spieler, die Tore schießen können, wir müssen auf der Hut sein“, hatte der 24-Jährige großen Respekt vor Ronaldinho und Co. Eine besondere Partie ist es für den 34-jährigen David Beckham, der im Milan-Dress auf seinen Ex-Club trifft, mit dem er 1999 die Champions League gewonnen hat. „Es geht nicht darum, dass ich gegen ManUnited spiele, sondern es ist wichtig, dass Milan sich für die nächste Runde qualifiziert“, stellte sich der Mittelfeld-Routinier voll in den Dienst der Mannschaft. Beckham dürfte wie zuletzt zweimal in der Meisterschaft vom brasilianischen Coach Leonardo nicht in die Anfangsformation berufen werden.Real Madrid will in Lyon die Negativserie gegen die Franzosen beenden, haben sie doch in vier direkten Duellen bei je zwei Remis und Niederlagen noch keinen Sieg gefeiert. Im Stade Gerland hat das Madrider Starensemble gar noch nie ein Tor erzielt (0:3/2005 und 0:2/2006 jeweils in der Champions-League-Gruppenphase). Zudem kämpfen die Madrilenen auch gegen die Tatsache an, seit 2003/04 kein Viertelfinale mehr erreicht zu haben. „Wir sind besser denn je, wir wollen die Champions League gewinnen“, betonte Cristiano Ronaldo, der mit sechs Treffern Bewerbs-Toptorschütze ist.Den Portugiesen gilt es für Lyon vor allem in den Griff zu bekommen. „Wir können uns aber nicht nur auf Ronaldo fokussieren, weil bei Real auch einige andere Spieler den Unterschied ausmachen können“, ist sich Lyon-Trainer Claude Puel bewusst. Seine Elf liegt in der französischen Ligue 1 nach einem schwachen Saisonstart nach 24 Runden nur auf Rang vier.„Wir spielen keinen brillanten Fußball, haben uns aber verbessert“, meinte der Lyon-Coach.Vor allem gegen Real gelte es nun eine bessere Leistung abzurufen. Lyon hat allerdings in der Champions League nur vier der vergangenen 13 Heimspiele gewonnen, Real ist demgegenüber in der laufenden Saison in der „Königsliga“ auswärts noch ungeschlagen, unter anderem feierten Ronaldo und Co. bei Olympique Marseille in der Gruppenphase einen 3:1-Erfolg.Im Vergleich zur letzten Saison wurde das Achtelfinale diesmal auf jeweils vier Spieltermine aufgeteilt. Neben den Dienstagspielen stehen am Mittwoch die Duelle Bayern München - AC Fiorentina und FC Porto - Arsenal auf dem Programm.Erst eine Woche später folgen am 23. Februar VfB Stuttgart - FC Barcelona und Olympiakos Piräus - Girondins Bordeaux sowie am 24. Februar ZSKA Moskau - FC Sevilla und Inter Mailand - Chelsea. „Dadurch haben mehr Fans die Chance, die großen Spiele im Fernsehen zu sehen“, begründete UEFA-Sprecher Rob Faulkner.apa/reuters