Dann z?hlt nur eines: der Sieg. Dabei geht er auch wegen seines jugendlichen Leichtsinns oft ?ber die Grenzen hinaus ? zum Leidwesen und Unmut der Konkurrenz.Doch der Erfolg gibt Marquez recht: Er kann sich am Sonntag in Valencia zum j?ngsten MotoGP-Weltmeister der Motorrad-Geschichte kr?nen. Marquez ist ein Jahrhunderttalent wie einst sein Vorbild Valentino Rossi.Auf dem Motorrad ist er gnadenlos, hat vor nichts und niemandem Angst. Marquez ?berholt auch dort, wo es unm?glich scheint. Seine waghalsige Fahrweise, mit der er zahlreiche Kollisionen verschuldete, ist deshalb umstritten.?Er f?hrt st?ndig aggressiv mit extremem Risiko. Damit bringt er sich und seine Gegner in Gefahr?, meinte sein einzig verbliebener Titelkonkurrent Jorge Lorenzo.In Sepang platzte Lorenzo wegen des Rambo-Stils seines Landsmannes der Kragen. Ihn brachte es auf die Palme, dass die Rennleitung den Neuling wegen seiner r?cksichtslosen Man?ver nicht h?rter bestrafte. Marquez selbst st?rzte zwar mehrfach spektakul?r, hatte aber meist mehr Gl?ck als seine Gegner.Rossi, neunmaliger Champion und ?Mister MotoGP?, outete sich derweil als Marquez-Fan: ?Er hat au?ergew?hnliche F?higkeiten.? Abgehoben ist Marquez trotz des Lobs nicht: ?Es ist eine Ehre f?r mich, mit ihm und den anderen gemeinsam Rennen zu fahren. F?r mich ist ein Kompliment von Valentino das Gr??te, denn er ist schon seit meiner Kindheit ein Held f?r mich.?Marquez legt sich wie einst Rossi die Kontrahenten zurecht und kopierte zum Teil die ber?hmt-ber?chtigten Man?ver des Italieners. So in Jerez, als er in der nach seinem Landsmann Lorenzo benannten Kurve eben diesen kurz vor dem Ziel ausbremste und an der Grenze zur Unfairness von der Ideallinie brachte. Rossi hatte das 2005 mit dem damaligen spanischen Helden Sete Gibernau getan.Doch auch Rossi wurde zum Marquez-Opfer: In Laguna Seca schl?pfte im ber?hmten ?Corkscrew? der Spanier im Staub neben der Piste am Italiener vorbei ? eine Aktion, mit der Rossi 2008 den Australier Casey Stoner d?pierte.W?hrend sich Rossi dem Ende seiner glanzvollen Karriere n?hert, l?utet Marquez mit seinem m?glichen WM-Titel in der MotoGP nach dem Gewinn der 125 Kubizentimeter-Klasse (2010) und der Moto2 (2012) eine neue ?ra ein ? da sind sich die Experten sicher. Er bricht einen Rekord nach dem anderen. Er k?nnte der erste Rookie nach Kenny Roberts vor 35 Jahren sein, der gleich in seiner Premierensaison Champion in der K?nigsklasse wird. Marquez schaffte im Alter von 20 Jahren und 196 Tagen als j?ngster Fahrer seinen 50. Podestplatz. Er fuhr bisher in 15 von 17 Saisonrennen auf das Podium und holte sechs Siege sowie acht Pole Positions, so viele wie kein anderer vor ihm.apa/dpa