Mittwoch, 07. Oktober 2015

Möglicher Verkauf noch 2015 überrascht Königsklasse

„Dieses Jahr!“ Die von Bernie Ecclestone in zwei Worte komprimierte Verkaufsabsicht der Formel-1 noch für 2015 haben in der Motorsport-Königsklasse Verwunderung ausgelöst.

Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone - Foto: © LaPresse

„Keine Ahnung, was den Bernie gerade treibt“, rätselte etwa der dreifache Weltmeister Niki Lauda. Vielfach wird nun spekuliert, der bald 85 Jahre alt werdende Ecclestone könnte nun doch seinen Sessel räumen.

Der britische Formel-1-Langzeit-Geschäftsführer Ecclestone hatte am Dienstagabend per Video-Einschaltung zum „Camp Beckenbauer“ in Kitzbühel klar gemacht, dass Verkaufsgespräche weit gediehen sind, es großes Interesse gebe und er sich den Milliarden schweren Verkauf (der derzeit bei CVC liegenden) Mehrheitsanteile der Formel 1 noch für dieses Jahr vorstellen könne. „Ein Verkauf geht uns prinzipiell ja nichts an. Aber warum er es jetzt raus posaunt, ist ein Rätsel“, gab sich Mercedes-Aufsichtsratschef Lauda am Mittwoch auf APA-Anfrage in Wien überrascht.

Kauft sich Mateschitz ein? 

Spekuliert wird nun sogar, dass sich neben anderen Interessenten aus Übersee auch der wegen der aktuellen Motorenkrise mit einem Abzug seiner beiden Teams drohende Red-Bull-Geschäftsführer Dietrich Mateschitz einkaufen könnte. Lauda kann sich das nicht vorstellen. „Von oben herab wieder mit Mercedes und Ferrari zu kämpfen, daran hat er null Interesse.“

Er könne sich aber schon gut vorstellen, dass Mateschitz sportlich die Nase voll habe. Ein tatsächlicher Ausstieg der „Bullen“ wäre zwar auch für Lauda ein Riesenverlust für die Formel 1, an der aktuellen Situation seien die Österreicher aber selbst schuld. „Sie haben den Vertrag mit Renault ein Jahr vor Ende gekündigt und sich gegenseitig mit unfairen Sprüchen in die Enge getrieben, von wo kein Weg mehr zurück führt. Jetzt sitzen sie da, der eine ist weg und sie haben keinen anderen. Jetzt haben sie ein wirkliches Problem.“

apa

stol