Sonntag, 26. Juni 2016

Moratas persönliches „Juve-Duell“ gegen Buffon und Co.

Ausgerechnet ein Wahl-Italiener soll Spanien gegen die „Squadra Azzurra“ ins Viertelfinale der Fußball-EM schießen. Alvaro Morata von Juventus Turin stürmt an diesem Montag (18.00 Uhr) im Stade de France gegen seine eigene Abwehr – jene der „Alten Dame“. Neben den Verteidigern Andrea Barzagli, Leonardo Bonucci und Giorgio Chiellini muss er auch Torhüter Gianluigi Buffon überwinden.

Die Zukunft von Alvaro Morata (im Trikot mit der Nummer 7) ist ungewiss. - Archivbild.
Die Zukunft von Alvaro Morata (im Trikot mit der Nummer 7) ist ungewiss. - Archivbild. - Foto: © LaPresse

„Morata und BBC: Bewaffnete Brüder. Freunde seit Jahren, unerbittliche Feinde für einen Abend. Es werden weiß-schwarze Funken fliegen“, prophezeite die Sporttageszeitung „Tuttosport“ vor dem Achtelfinal-Kracher.

Egal wie das elektrisierende Duell zwischen dem amtierenden Europameister und dem viermaligen Weltmeister ausgeht: Morata kann sich nach dem Abpfiff von seinen Club-Kollegen verabschieden. Sein Vertrag in Turin endet am 30. Juni. Real Madrid hat die Rückkaufoption für kolportierte 30 Millionen Euro auf den dreimaligen EM-Torschützen gezogen.

Morata würde sich freuen für Real zu spielen

Ob Morata allerdings in der kommenden Saison tatsächlich für das „Weiße Ballett“ auf Torjagd geht, steht in den Sternen. Angeblich wollen ihn die Königlichen gewinnbringend weiterverkaufen. Der 23-Jährige, der in Madrid geboren ist und bei den Fans beliebt ist, würde sich freuen, künftig dem Starensemble anzugehören.

„Es würde mich begeistern, wenn ich in Madrid weiterspielen könnte, ich möchte einen wichtigen Part spielen und um meinen Platz kämpfen“, sagte Morata in einem Interview der Sportzeitung „As“.

"Von Herzen danke ich für all die Momente"

Die italienischen Defensiv-Asse mögen den spanischen Angreifer. „Es tut mir leid, dass er jetzt fast mein Ex-Teamkamerad ist“, sagte Chiellini über Morata. „Und es tut mir leid, dass er als Tauschware behandelt wird, um Geld zu kassieren, das verdient er nicht.“

Morata selbst hat sich in einem Brief auf seiner Homepage von den Turinern verabschiedet. „Ich nehme viele Freunde fürs Leben mit. Von Herzen danke ich für all die Momente, die ich nie vergessen werde“, schrieb der Spanier.

"Goleador" Morata

Im spanischen Nationalteam ist Morata nicht nur gesetzt, sondern er gilt auch als der neue „Goleador“ – jenen Nachfolger von David Villa und Fernando Torres, den Trainer Vicente del Bosque sucht. Eine gute Leistung gegen seine Clubkollegen würden diesen Status wohl untermauern.

apa/dpa

stol