Mittwoch, 06. Mai 2015

„Müssen aufs Spielfeld gehen, um sie zu töten“

Juventus lässt Fußball-Italien auf den ersten Einzug in ein Champions-League-Finale seit fünf Jahren hoffen.

James Rodriguez
James Rodriguez - Foto: © APA/EPA

Mit einem 2:1-Heimsieg gegen Real Madrid brachten die Turiner den Titelverteidiger unter Zugzwang. Real reicht am kommenden Mittwoch im Bernabeu schon ein knapper Erfolg zum Aufstieg. Nach einer Niederlage in einem Halbfinal-Hinspiel sind die Spanier bisher aber noch nie weitergekommen.

Rodriguez verpasst das Tor…

Im Juventus-Stadion erzielte Reals Superstar Cristiano Ronaldo mit seinem 76. Tor in der Königsklasse den zwischenzeitlichen Ausgleich. Die mögliche Vorentscheidung im Duell der Rekordmeister vergab James Rodriguez.

Der ansonsten tadellose Kolumbianer konnte kurz vor der Pause einen Kopfball aus wenigen Metern nicht im Tor unterbringen. Juventus nutzte hingegen die Chance vom Elferpunkt durch Carlos Tevez und träumt nun vom Endspiel in Berlin.

… und vergreift sich im Ton

Nach Schlusspfiff vergriff sich bei Real zunächst Rodriguez im Ton. „Das Bernabeu muss brennen. Wir müssen aufs Spielfeld gehen, um sie zu töten“, forderte der WM-Torschützenkönig in martialischer Manier.

Real-Trainer übt sich in Zuversicht

Das Auswärtstor von Ronaldo macht den Königlichen Mut, Trainer Carlo Ancelotti gab sich optimistisch. „Es ist ein negatives Ergebnis, aber es ist nicht so schlecht. Wir sind zuversichtlich, weil wir zu Hause spielen“, sagte der Italiener.

Reals Negativserie soll reißen. Bei sieben Niederlagen in einem Halbfinal-Hinspiel der Königsklasse sind die Madrilenen noch nie weitergekommen. Im Rückspiel dürfte Real aber deutlich dominanter auftreten, nachdem Juve dem Favoriten den Rang in Turin sprichwörtlich ablief.

Juventus hofft indes als erste italienische Mannschaft seit dem 2010-Sieger Inter Mailand auf das Endspiel.

apa/dpa/reuters

stol