Ein kurzes Winken ins Publikum, das war alles, was der Brite am Freitagabend in Melbourne an Emotionen zeigte. Dabei hatte er soeben eines der besten Matches seiner Karriere abgeliefert und den Rekord-Grand-Slam-Champion aus der Schweiz im Halbfinale der Australian Open mit 6:4,6:7(5),6:3,6:7(2),6:2 aus dem Turnier geworfen.Doch Murray ist damit noch nicht fertig. Nach seinen Siegen bei den Olympischen Spielen in London und den US Open im vergangenen Jahr weiß er, wie gut sich Triumphe bei den großen Events anfühlen.„Ich hoffe, diese Erfahrungen werden mir im Endspiel helfen“, sagte der 25-Jährige nach seinem ersten Erfolg gegen Federer bei einem Grand-Slam-Turnier überhaupt. In der persönlichen Bilanz gegen den Eidgenossen stellte der Schotte aber schon auf 11:9-Siege, nur gegen Nadal hat Federer gegen aktive Profis noch eine negative Bilanz. „Roger spielt bei den Grand Slams immer sein bestes Tennis. Darum ist es besonders schwer, ihn auf diesem Level zu schlagen“, meinte Murray.Bei seiner dritten Final-Teilnahme „down under“ wartet auf die Nummer drei der Welt nun am Sonntag (09.30 Uhr MEZ/live Eurosport) aber eine noch schwerere Aufgabe. Gegner ist der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic, der im ersten Semifinale am Donnerstag den Spanier David Ferrer mit 6:2,6:2,6:1 deklassiert und dabei eine Weltklasse-Leistung gezeigt hatte. „Ich werde mein absolut bestes Tennis spielen müssen, um Novak zu schlagen“, sagte Murray.Federer verpasste dagegen das 25. Major-Endspiel seiner Karriere und verließ mit hängendem Kopf den Centre Court. Für den vierfachen Melbourne-Champion war beim Grand-Slam-Auftakt zum dritten Mal in Serie im Halbfinale Schluss.apa/dpa