Dienstag, 14. November 2017

Nach "Apokalypse": Italiens Coach zieht keine Konsequenzen

Italiens Fußball-Nationaltrainer Gian Piero Ventura hat nach dem WM-Aus noch nicht über seine Zukunft entschieden.

Ratlos, fassungslos, gezeichnet: Giampiero Ventura erlebte in Mailand seine bittersten Fußball-Stunden.
Ratlos, fassungslos, gezeichnet: Giampiero Ventura erlebte in Mailand seine bittersten Fußball-Stunden. - Foto: © APA/AFP

„Ich trete nicht zurück, weil ich noch nicht mit dem Präsidenten gesprochen habe. Es gibt zahlreiche Überlegungen“, sagte Ventura laut Nachrichtenagentur Ansa. „Ich fühle mich danach, mich bei den Italienern zu entschuldigen, für das Ergebnis, nicht für unsere Anstrengungen.“

Das 0:0 gegen Schweden hatte am späten Montagabend das Aus der Squadra Azzurra für die Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland besiegelt (STOL hat berichtet).

Präsident kommentiert Debakel nicht

Der Präsident des italienischen Fußballverbandes FIGC, Carlo Tavecchio, wollte sich nach dem Spiel 48 Stunden Bedenkzeit nehmen und erst dann über Konsequenzen entscheiden, hatte Ansa berichtet. Er habe entschieden, die verpasste Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland zunächst nicht zu kommentieren.

Venturas Vertrag war erst im August verlängert werden. Er sollte die Mannschaft eigentlich bis zur Europameisterschaft 2020 führen. Zuletzt fand 1958 eine WM ohne Italien statt.

Tavecchio stand schon vor dem Spiel am Montag in der Kritik. Gegen ihn waren Rücktrittsforderungen laut geworden für den Fall, dass sich Italien erstmals seit 60 Jahren nicht qualifizieren sollte.

dpa/apa/stol

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