Die Einführung des „Megafons“ ist aber noch nicht beschlossen. Auch die anderen Hersteller Ferrari und Renault müssen zustimmen. Sie befürchten, dass Mercedes die Entwicklung zum eigenen Vorteil vorantreibt – für Teamaufsichtsrat Niki Lauda völlig unverständlich.„An den PS des Motors ändert sich null“, betonte Mercedes-Mann Lauda am Freitag vor dem Grand Prix von Spanien gegenüber der APA – Austria Presse Agentur. „Es macht nur mehr Lärm.“ Die Prüfstanddaten hätten die doppelte Lautstärke ergeben. Wieviel Lärm das größere Endrohr am Auto macht, wird vom Automobil-Weltverband (FIA) am Mittwoch gemessen. Danach wird über die weitere Vorgehensweise entschieden.Seit Saisonstart steht der Klang der neuen V6-Turbomotoren bei Fans und Medien in der Kritik. Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone hat sich daher für eine Änderung ausgesprochen. „Jetzt haben wir eine Lösung, dann setzen wir sie bitte auch um“, meinte Lauda. „Das Einzige, das sich ändert, ist der Trichter am Ende des Auspuffs.“ Aber auch dafür bedarf es einer Reglementänderung – und damit eines Konsens.Ferrari und Renault haben sich bisher zurückhaltend gezeigt. „Alle glauben, dass Mercedes das macht, um einen Vorteil zu haben – was ein absoluter Blödsinn ist“, versicherte Lauda.„Wenn es wirklich den doppelten Lärm bringt, frage ich mich, warum es nicht alle machen.“ Die Lautstärke der V8-Motoren des Vorjahres (145 Dezibel) werde man nicht erreichen. „Aber es wird mehr.“ Derzeit sollen die Turbos laut FIA-Angaben 134 Dezibel erzielen.apa