Nach der wetterbedingten Absage am 18. April sollte der Extrem-Marathon von Naturns zum Schnalstaler Gletscher am 2. Mai nachgeholt werden. Doch: „Die Wetterprognosen für Sonntag sind noch schlechter als vor zwei Wochen", erklärt OK-Präsident Peter Rainer. Laut Landeswetterdienst liegt die Schneefallgrenze am Sonntag bei 2100 bis 2400 Meter. Zudem sind heftige Regenfälle angesagt. Ähnliche Prognosen stellen die Wetterdienste in Österreich und der Schweiz. „Eine Durchführung des Extrem-Marathon wäre deshalb unverantwortlich", so Rainer.Der Ötzi-Alpin Marathon wird in drei Disziplinen (Mountainbike, Laufen und Skiberggehen) ausgetragen und führt über 42,2 Kilometer und 3242 Höhenmeter von Naturns über das Schnalstal bis auf den Gletscher in 3200 Meter Höhe.„Die Gesundheit geht vor" Der zweifache Sieger und Rekordhalter des Ötzi-Alpin Marathon, Heinz Verbnjak, weiß, was sich am Gletscher abspielt, wenn Minustemperaturen herrschen, die Teilnehmer erschöpft und nicht genügend ausgerüstet sind. „In Höhen über 2000 merkt man nicht, wie schnell man dehydriert. Zwar geht die Vorbereitung über Monate und ist auf den Tag genau abgestimmt", sagt er, "aber die Gesundheit geht vor." Alternativstrecke angedachtZwar haben die Verantwortlichen eine Alternativstrecke für den diesjährigen Extrem-Marathon ins Auge gefasst, doch würde diese zu einer starken Verkürzung der Strecke und zu einer erheblichen Reduzierung der Höhenmeter führen. „Nach Aussage vieler Teilnehmer würde dies den Mythos Ötzi-Alpin Marathon ruinieren und das wollen wir auf keinen Fall", sagt OK-Mitglied Ewald Brunner.