„Das Tor des Ex-Bremers zum 2:0 entschied das Spiel frühzeitig, denn danach war Depor nur noch eine Stoffpuppe“, meinte das Sportblatt „Marca“ am Montag. Der Rekordmeister (14 Punkte) verdrängte Titelverteidiger FC Barcelona (13), der gegen RCD Mallorca nur ein 1:1 erreichte, vom dritten Rang der spanischen Fußball-Liga. An der Spitze stehen der FC Valencia (16) und der FC Villarreal (15).„Mit Özils Pässen wurde das Spiel der Madrilenen gleich viel schöner“, meinte die Sportzeitung „As“ anerkennend. Davon profitierte vor allem Cristiano Ronaldo, der von dem Deutschen elfmal in Szene gesetzt wurde und mit seinen zwei Toren (3. und 88. Minute) den ersten Doppelschlag der Saison landete. Die anderen Treffer erzielten am Sonntagabend im Bernabéu-Stadion Özil (23.), Angel di Maróa (33.), Gonzalo Higuain (52.) und Zé Castro (60./Eigentor).Reals Trainer José Mourinho lobte die Darbietung Özils, bemängelte aber, dass ihm rasch die Luft ausging. „In Deutschland war er es nicht gewohnt, so viel Verantwortung übernehmen zu müssen wie hier“, sagte der Portugiese. „Bei uns muss Özil auch mehr arbeiten und den Gegner unter Druck setzen. Das hat er gut gemacht, solange seine Kräfte reichten. Die 90 Minuten werden ihm noch sehr lang.“ Der Coach wechselte Özil nach 68 Minuten aus.Mourinho hat nach Angaben der Zeitung „El Mundo“ für den 21- Jährigen eine Schlüsselrolle vorgesehen. “Özil soll im Real-Team die Aufgaben übernehmen, die der Trainer beim FC Porto Deco und bei Inter Mailand Wesley Sneijder anvertraut hatte“, schrieb das Blatt. Sami Khedira lieferte eine ordentliche Partie, musste aber zur Pause in der Kabine bleiben. „Er zeigte einen Formanstieg“, meinte „Marca“. „Endlich riskierte er mal mehr.“Den größten Jubel gab es allerdings nicht bei den sechs Toren, sondern bereits vor dem Anpfiff, als auf der Anzeigetafel das 1:1 des Titelrivalen Barña gegen Mallorca erschien. Die Katalanen vermissten schmerzlich ihren verletzten Spielmacher Xavi und den gesperrten Torjäger David Villa. Lionel Messi (21.) brachte Barca zwar in Führung, aber Emilio Nsue (43.) nutzte einen Abwehrfehler der Katalanen zum Ausgleich. „Ein Messi allein reicht nicht“, betonte das Fachblatt „Sport“.dpa