Montag, 14. August 2017

Olympia 2026 in Innsbruck: LH Platter und BM Oppitz-Plörer für „Ja“

Nordtirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) und Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (FI) wollen bei der Volksbefragung am 15. Oktober über eine mögliche Bewerbung von Tirol/Innsbruck für Olympische Winterspiele 2026 mit „Ja“ stimmen, aber trotzdem keine Empfehlung abgeben. Stadt und Land präsentierten am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz das Angebot an das IOC sowie die ausformulierte Frage für die Volksbefragung.

Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Nordtirols Landeshauptmann Günther Platter haben am Montag das Angebot an das IOC für Olympia 2026 in Tirol/Innsbruck vorgestellt.
Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Nordtirols Landeshauptmann Günther Platter haben am Montag das Angebot an das IOC für Olympia 2026 in Tirol/Innsbruck vorgestellt. - Foto: © APA

„Soll das Land Tirol ein selbstbewusstes Angebot für nachhaltige, regional angepasste sowie wirtschaftlich und ökologisch vertretbare Olympische und Paralympische Winterspiele Innsbruck-Tirol 2026 legen?“ – über diese Frage soll die Nordtiroler Bevölkerung am 15. Oktober abstimmen. Sowohl der Landeshauptmann als auch die Bürgermeisterin meinten, dass sie mit „Überzeugung mit ‚Ja‘ stimmen“ werden. Die Landesregierung wird die Fragestellung morgen, Dienstag, beschließen.

Etwaige Winterspiele sollen traditionell, nachhaltig und vor allem kostengünstig werden, wurde abermals betont. „Mit dem Land Tirol wird es nur nachhaltige, regional angepasste sowie wirtschaftlich und ökologisch vertretbare Olympische Spiele geben“, meinte Platter. Das Innsbruck/Tirol-Angebot bedeute: „Unsere Spiele, nach unseren Regeln. Nur unter unseren Bedingungen wird es einen Vertrag mit dem IOC geben“, hielt der Landeshauptmann fest.

Rahmenbedingungen als „Green Event“

Das Angebot orientiert sich an der bereits präsentierten Machbarkeitsstudie. So sollen beispielsweise keine neuen Wettkampfstätten gebaut werden. Zudem gehe das Angebot bewusst deutlich unter bisherige internationale Maßstäbe, beispielsweise bei den Zuschauerkapazitäten. Die Olympischen und Paralympischen Winterspiele sollen außerdem unter den Rahmenbedingungen eines „Green Event“ ausgerichtet werden. Für die Durchführung sollen keine Steuergelder ausgegeben werden, da sämtliche Ausgaben für die Organisation und Durchführung durch Einnahmen gedeckt seien, hieß es.

400 wohnbaugeförderte Wohnungen für Olympisches Dorf 

Am Innsbrucker Frachtenbahnhof sollen 400 wohnbaugeförderte Wohnungen für ein Olympisches Dorf entstehen. Die ÖBB habe als Grundeigentümer hierfür schon ihre grundsätzliche Zustimmung erklärt, eine schriftliche Zusage geben es jedoch noch nicht – es laufen aber „positive Gespräche“, hieß es. Für die innere Sicherheit, also innerhalb der Wettkampfstätten, des Olympischen Dorfes etc., seien bereits 40 Millionen Euro budgetiert. Die öffentliche Sicherheit sei Bundessache. Hierzu habe sich die Bundesregierung mit einem Beschluss am 7. Juni im Ministerrat bereits bekannt.

Bis zum 15. Oktober soll die Bevölkerung nun mit einer sogenannten „Olympia-Roadshow“, die durch alle Bezirke tourt, über das Angebot informiert werden. Sollte die Bevölkerung schließlich für eine Bewerbung stimmen, bezifferte ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel die Chance für einen Zuschlag mit über 50 Prozent.

Südtirol doch nicht eingebunden?

Von der in Vergangenheit mehrfach angedachten Einbindung von Südtiroler Austragungsstätten, wie z.B. der Bozner Eiswelle, wurde in Innsbruck heute nicht geredet. Und auch auf der Karte der möglichen Schauplätze (siehe hier unten) blieb Südtirol weiß. Als einzige Wettkampfstätte außerhalb Tirols scheint derzeit das bayerische Innzell auf.

 

apa

stol