Sonntag, 15. Oktober 2017

Olympia 2026: Tiroler sagen Nein

Die Tiroler haben bei der Volksbefragung am Sonntag nach dem vorläufigen Endergebnis mehrheitlich gegen eine Bewerbung Tirols/Innsbrucks für Olympische Winterspiele 2026 gestimmt.

Foto: © shutterstock

46,65 Prozent der Bevölkerung votierten mit „Ja“, während 53,35 Prozent beim „Nein“ ein Kreuz machten. „Diese Entscheidung pickt!“, meinte Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) in einer ersten Reaktion.

In Innsbruck fiel das Ergebnis mit 32,59 zu 67,41 Prozent deutlich gegen eine Bewerbung aus. Die Stimmkarten, sie werden erst am Montag ausgezählt, könnten das Ergebnis noch drehen, es müssten jedoch entgegen den Erwartungen rund zwei Drittel mit „Ja“ stimmen. Ein Endergebnis mit Stimmkarten soll es am Montagabend oder spätestens am Dienstag geben.

58,43 Prozent der Tiroler schritten für die Volksbefragung, die zeitgleich mit der Nationalratswahl stattfand, zu den Urnen.

„Tirol und Innsbruck werden dem IOC somit kein Angebot für Olympische Winterspiele 2026 legen“, erklärte Platter in einer Aussendung. Er zeigte sich jedoch nach wie vor davon überzeugt, dass „unser Angebot für redimensionierte Spiele eine Chance für Tirol“ gewesen wären. Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (FI) betonte indes, die Wichtigkeit des breiten Dialogs mit der Bevölkerung im Vorfeld der Volksbefragung.

Drei der vier möglichen Austragungsorte – ohne Innsbruck – haben, teilweise mit großen Mehrheiten, für eine Bewerbung gestimmt. Einzig die Gemeinde Silz, zu der der Skiort Kühtai gehört, war gegen eine Bewerbung. In Hochfilzen votierten 80,71 Prozent der Bevölkerung für eine Bewerbung. Auch in St. Anton und Seefeld stimmten die Tiroler mit 85,12 Prozent bzw. 65,40 Prozent mit „Ja“.

apa

stol