Donnerstag, 05. Oktober 2017

Olympia 2026 „wird öffentliche Hand keinen Euro kosten“

Nordtirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat Finanzdisziplin hinsichtlich möglicher Olympischer Winterspiele 2026 in Tirol/Innsbruck versprochen.

Olympia 2026 könnte in Tirol stattfinden.
Olympia 2026 könnte in Tirol stattfinden. - Foto: © shutterstock

„Es wird die öffentliche Hand keinen einzigen Euro kosten, dazu stehe ich als Finanzreferent. Das wurde seriös ausgerechnet“, sagte Platter bei einem Runden Tisch der „Tiroler Tageszeitung“ (Freitagausgabe).

Am 15. Oktober kommt es in Tirol im Rahmen der Nationalratswahl auch zu einer Volksbefragung darüber, ob sich Tirol/Innsbruck um Olympia 2026 bewerben soll. Das Thema ist umstritten.

Platter ist überzeugt, dass die Bevölkerung von den Olympia-Kritikern hinsichtlich Milliarden-Kosten „mit unwahren Behauptungen in eine falsche Richtung getrieben“ werde. Platter bei dem Round Table weiter: „Wenn das IOC eine eigene Halle für die Eröffnung oder Schlussfeier will, wenn es irgendeine Nachforderung gibt, dann sagen wir “Nein„. Das IOC braucht uns dringend, um die Spiele dorthin zurückzubringen, wo sie schon einmal waren.“

Dem hielt Andrea Haselwanter-Schneider, Obfrau der oppositionellen und olympiakritischen Liste Fritz, entgegen: „Wir waren für die Jugendspiele, ja, sind aber nicht für die Olympischen Winterspiele. Das eine ist ein Dreiradler, das andere ein 40-Tonner.“ Ihr gehe es um die tagtäglichen Sorgen der Bevölkerung. „Der Landeshauptmann hat sich um deren Sorgen zu kümmern und nicht um die des IOC.“

An dem Gespräch (Thema: „Soll Olympia 2026 nach Tirol?“) nahmen weiters Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, ÖOC-Chef Karl Stoss sowie Grünen-Klubobmann Gebi Mair teil.

apa

stol