Donnerstag, 21. Juli 2016

Olympia-Aus: CAS-Urteil zu Einspruch von Russlands Leichtathleten

Die Sportwelt blickt gespannt nach Lausanne. In der Stadt am Genfer See entscheidet der Internationale Sportgerichtshof CAS über den Einspruch der russischen Leichtathleten gegen ihren Olympia-Ausschluss. Das Urteil hat weitreichende Konsequenzen.

Foto: © APA/EPA

Der Internationale Sportgerichtshof CAS wird am Donnerstag in Lausanne das Urteil zum Einspruch von 68 russischen Leichtathleten gegen den Olympia-Ausschluss verkünden. Der Weltverband IAAF hatte den russischen Leichtathletikverband WFLA am 13. November 2015 wegen flächendeckenden Dopings suspendiert. Die Sperre für internationale Wettkämpfe wurde am 17. Juni von der IAAF über die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro hinaus verlängert.

Das CAS hat in dem Berufungsverfahren geprüft, ob die IAAF bei der Suspendierung auf Grundlage der Verbandsregeln korrekt entschieden hat. IAAF-Präsident Sebastian Coe hatte an einer Anhörung des CAS teilgenommen, um die Rechtsposition des Weltverbandes zu erläutern.

Das Internationale Olympische Komitee will nach dem CAS-Spruch binnen sieben Tagen über einen kompletten Ausschluss Russlands von den Rio-Spielen entscheiden. Grundlage für oder gegen einen Bann ist der Bericht des WADA-Ermittlers Richard McLaren, in dem Staatsdoping in Russland angeprangert wird. Außerdem wurde nachgewiesen, dass bei den Winterspielen 2014 in Sotschi positive Dopingproben von russischen Athleten vertuscht oder verfälscht worden sind.

Trotz des drohenden Ausschlusses nominierte Russland am Mittwoch insgesamt 387 Sportler für die Wettkämpfe im August, darunter auch die 68 Leichtathleten.

dpa

stol