Donnerstag, 21. Juli 2016

Olympia-Aus für Russlands Leichtathleten

Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat am Mittwoch den Ausschluss der russischen Leichtathleten von den Olympischen Spielen im August in Rio de Janeiro bestätigt.

Das Sportgericht in Lausanne sperrte am Donnerstag die russischen Leichtathleten von den Olympischen Spielen in Rio aus. - Foto: AFP
Das Sportgericht in Lausanne sperrte am Donnerstag die russischen Leichtathleten von den Olympischen Spielen in Rio aus. - Foto: AFP

Der CAS lehnte am Donnerstag das Ansuchen von 68 Russen und ihres Nationalen Olympischen Komitees ab, die gegen das vom Internationalen Leichtathletik-Verband wegen massiver Dopingvergehen verhängte Teilnahmeverbot Einspruch erhoben hatten.

Dieses Urteil könnte auch richtungsweisenden Einfluss auf den drohenden Ausschluss sämtlicher russischer Sportler von den Sommerspielen haben.

WADA berichtete von Staatsdoping

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte seine diesbezügliche Entscheidungsfindung nach dem erschütternden WADA-Bericht über weitreichendes Staats-Doping in Russland in zahlreichen Sportarten vom CAS-Richterspruch abhängig gemacht.

Das IOC will sich bis spätestens nächsten Mittwoch (27. Juli) festlegen, ob Russland in Rio komplett fehlen wird.

Kritik aus Russland

Aus Russland kamen erwartungsgemäß nur kritische Reaktionen auf das CAS-Urteil. „Ich bedauere die Entscheidung. Wir werden über weitere Schritte nachdenken. So möchten wir die Sache nicht belassen“, kündigte Sportminister Witali Mutko an und sprach von einer ungerechtfertigten Kollektivstrafe.

Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, dass ein möglicher Boykott der Spiele nicht erwogen werde. Auch er wies das Urteil als Kollektivstrafe zurück.

Stabhochsprung-Olympiasiegerin Jelena Isinbajewa bezeichnete es gar als „Begräbnis der Leichtathletik“.

apa/dpa/reuters

stol