Montag, 25. Juli 2016

Olympia in Rio: Zwölfte Festnahme wegen Anschlagsplänen

Wegen mutmaßlicher Anschlagspläne während der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro hat die brasilianische Polizei einen zwölften Verdächtigen festgenommen.

Foto: © APA/EPA

Die Militärpolizei fasste den letzten noch flüchtigen Verdächtigen im Bundesstaat Mato Grasso, wie die Behörden am Sonntag mitteilten.

Zehn mutmaßliche Komplizen des Mannes waren bereits am Donnerstag festgenommen worden, ein elfter Verdächtiger stellte sich am Freitag selbst der Polizei. 130 Polizeibeamte hatten in der vergangenen Woche insgesamt 19 Wohnungen in mehreren Bundesstaaten durchsucht.

Kommunizierten über WhatsApp

Die aus Brasilianern bestehende Gruppe hatte nach Angaben von Justizminister Alexandre de Moraes den Kauf von Waffen geplant. Einige der Verdächtigen schworen demnach im Internet der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Treue. Es habe aber keinen direkten Kontakt zur IS-Miliz gegeben. Die Verdächtigen wurden nach Angaben der Behörden bereits seit April observiert.

Die Polizei kam ihnen auf die Spur, weil sie über die Messenger-Dienste WhatsApp und Telegram miteinander kommuniziert. Einer der Verdächtigen besuchte demnach eine Untergrund-Website für den Verkauf von Waffen in Paraguay, um ein Sturmgewehr vom Typ AK47 zu kaufen.

Terrorgefahr „sehr klein“

Der Justizminister versicherte, die Terror-Gefahr während der ersten Olympischen Spiele in Brasilien sei trotzdem „sehr klein“. Die zerschlagene Gruppe sei „eine absolute Amateur-Zelle“ und schlecht organisiert gewesen.

Die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro finden vom 5. bis zum 21. August statt.

apa/afp

stol