Montag, 15. Januar 2018

Olympia: Nordkorea schickt für Spiele auch Orchester in den Süden

Das im Streit über sein Raketenprogramm international weitgehend isolierte Nordkorea wird zu den Olympischen Winterspielen in Südkorea (9. bis 25. Februar) auch ein Orchester entsenden. Rund 140 Musiker sollten in der Hauptstadt Seoul und in der nahe des Olympiaorts Pyeonchang gelegenen Stadt Gangneung auftreten, erklärte das südkoreanische Vereinigungsministerium am Montag.

Rund 140 Musiker sollten in der Hauptstadt Seoul und in der nahe des Olympiaorts Pyeonchang gelegenen Stadt Gangneung auftreten, erklärte das südkoreanische Vereinigungsministerium am Montag.
Rund 140 Musiker sollten in der Hauptstadt Seoul und in der nahe des Olympiaorts Pyeonchang gelegenen Stadt Gangneung auftreten, erklärte das südkoreanische Vereinigungsministerium am Montag.

Die Vereinbarung sei bei Gesprächen zwischen Vertretern beider Länder im Grenzort Panmunjom erzielt worden. Die Gespräche über die Beteiligung der Athleten des Nordens an den Winterspielen sollen am Mittwoch stattfinden.

Beide Staaten hatten vergangene Woche erstmals seit mehr als zwei Jahren wieder miteinander verhandelt. Südkorea hat ein besonderes Interesse daran, dass die Winterspiele friedlich und störungsfrei verlaufen. Es bot daher an, dass Nordkorea eine Delegation zu den Spielen entsendet. Dem stimmte Nordkorea zu. Außerdem vereinbarten beide Seiten, dass es wieder Kontakte zwischen den Militärs beider Seiten geben solle, um gefährliche Zwischenfälle auszuschließen.

Trump verzichtet auf Militäraktionen 

US-Präsident Donald Trump sagte nach Angaben Südkoreas zu, auf Militäraktionen zu verzichten, solange der Dialog zwischen dem Norden und dem Süden anhalte. Russlands Außenminister Sergej Lawrow bot am Montag an, direkte Gespräche aller Beteiligten über das nordkoreanische Raketenprogramm zu unterstützen.

apa/reuters

stol