Montag, 16. November 2015

Paris-Terror: Große Sicherheitsvorkehrungen vor Länderspielen

Im Schatten des Terrors in Paris werden am Dienstag die letzten europäischen Fußball-Länderspiele des Jahres angepfiffen. In London, Brüssel und Hannover, aber auch in Wien sind die Sicherheitsmaßnahmen erhöht worden. Besonderes Augenmerk gilt dem Gastspiel von Frankreich in London gegen England und der Partie Belgien – Spanien in Brüssel.

Nach dem Anschlag in der Nähe des Stadions in Paris werden bei den nächsten Länderspielen besondere Vorkehrungen getroffen.
Nach dem Anschlag in der Nähe des Stadions in Paris werden bei den nächsten Länderspielen besondere Vorkehrungen getroffen. - Foto: © APA/AFP

Vor allem Brüssel steht nach den Anschlägen von Paris im Zeichen der Angst vor dem Terror. Einige der mutmaßlichen Attentäter von Paris hatten in Brüssel gelebt. Der Stadtteil Molenbeek gilt als eine Hochburg der Islamisten, der Drahtzieher der Anschläge soll aus Belgien kommen. „Spanien spielt in der europäischen Brutstätte des Dschihadismus“, titelte die Madrider Zeitung „El Pais“ am Montag.

„Das wird wegen der Sicherheitsproblematik ein unangenehmes und beschwerliches Gastspiel werden“, zitierte das Blatt Kreise des spanischen Fußballverbandes RFEF. „Es wurde jedoch zu keinem Zeitpunkt erwogen, das Spiel abzusagen.“ Stürmer Manuel Agudo, genannt „Nolito“, gestand: „Natürlich hat man Angst, wenn solche Dinge geschehen. Aber wenn man uns sagt, wir sollen spielen, dann treten wir auch an.“

Die belgische Polizei ergriff besondere Sicherheitsvorkehrungen. Nach Informationen des spanischen Sportblatts „Marca“ orientieren diese sich an den Maßnahmen, die vor einem Monat beim Gastspiel der israelischen Nationalelf in Brüssel getroffen worden waren. „Dies sind schwierige Augenblicke“, sagte Spaniens Innenverteidiger Marc Bartra.

apa/dpa

stol