Die Wahl sollte Montagabend schließlich auf Maurizio Pellegrino fallen. Der aus Syrakus stammende Sizilianer unterzeichnete am Dienstag den Vertrag, der ihn bis zum 30. Juni 2011 an den FC Südtirol bindet.„Unser Ziel ist es jedoch, Trainer Pellegrino langfristig an den Club zu binden“, unterstrich FCS-Präsident Walter Baumgartner am Dienstagabend bei der Vorstellung des Trainers. „Natürlich ist es in einer sportlich heiklen Situation schwierig, lange Vertragslaufzeiten zu unterzeichnen. Wir sind aber zuversichtlich, dass Pellegrino die Saison positiv beenden wird“, so Baumgartner weiter. „Kritischer Moment“ „Der FC Südtirol verfolgt mit dem Klassenerhalt ein ganz bestimmtes Ziel. Für mich ist das eine besondere Herausforderung“, so der neue FCS-Trainer. Er sei glücklich hier zu sein, er fühle sich wohl und spüre die Rückendeckung des Vereins. Allerdings erkennt auch der 45-jährige Pellegrino den Ernst der Situation und ist im Gedanken schon auf das kommende Spiel in Ferrara gegen Spal gerichtet. „Ich muss zugeben, dass ich in einem eher kritischen Moment zum FC Südtirol gestoßen bin. Ich glaube aber fest daran, dass die Mannschaft alle Voraussetzungen mitbringt, um sich in den letzten sieben Spieltagen den Klassenerhalt zu sichern. Unser aller Ziel ist es, gegen Spal sofort zu gewinnen“, gab sich der neue Trainer selbstbewusst. „Ich habe mir Videos der letzten Spiele angeschaut. Die Mannschaft scheint mir durchaus organisiert. Die Spieler haben auf jeden Fall Qualitäten, diese versuchen wir nun gemeinsam im Spiel umzusetzen“, kündigte Pellegrino an.Jetzt sei es wichtig, bei den Spielern den verlorenen Enthusiasmus zu wecken und das Vertrauen in die eigenen Mittel wiederherzustellen. „Das ist meine primäre Aufgabe“, betonte Pellegrino.Dank an SebastianiSowohl der neue Coach aus Sizilien als auch Präsident Baumgartner sprachen Alfredo Sebastiani großen Dank aus. „Ich habe eine fitte und organisierte Mannschaft übernehmen dürfen. Das erste Training hat mich sehr positiv gestimmt. Ich danke Sebastiani dafür“, sagte Pellegrino. Gleichzeitig tue es ihm für seinen Trainer-Kollegen „sehr leid“: „Solche Situationen zu meistern ist nicht immer ganz leicht“, erklärte der 45-Jährige. FCS-Präsident Walter Baumgartner bedauerte ebenfalls, dass der „langjährige Weggefährte vorerst entlassen werden musste“. „In unseren Augen waren die sportlichen Ziele jedoch akut gefährdet. Wir mussten handeln“, erklärte er. Allerdings fügte er hinzu, „dass Sebastiani dem Verein sicherlich erhalten bleibt. Zunächst zwar im Jugendsektor, vielleicht ändern sich die Vorzeichen aber wieder und wir greifen auf ihn zurück.“ Sebastiani brauche zunächst eine Auszeit und werde diese erhalten. hp