Montag, 21. März 2016

Peter Fill und Co.: Die Tops und Flops der Saison 2015/2016

Für Peter Fill aus Kastelruth endete die alpine Weltcup-Saison ganz nach Wunsch: der Sieg auf der Streif, die Kugel im Abfahrtsweltcup. Fill gehört zu den Gewinnern 2015/2016. Die Tops und Flops der Saison – ein Überblick.

Foto: © APA/AFP

TOPS

Peter Fill: Eine wahre Traumsaison liegt hinter dem Kastelruther: Nach seinem Sieg in der Hahnenkamm-Abfahrt von Kitzbühel sicherte sich das Südtiroler Speed-Ass auch die Kugel im Abfahrts-Weltcup – als erster Südtiroler und als Erster des italienischen Teams.

Marcel Hirscher: Der Salzburger gewann als erster Athlet zum fünften Mal in Folge den Gesamtweltcup und schloss an Erfolgen zu Rekordhalter Marc Girardelli aus Luxemburg auf. Er sicherte sich auch zum dritten Mal in seiner Karriere das kleine Kristall für die Riesentorlaufwertung. Mit 1.795 Zählern erreicht er die zweithöchste Punktezahl der Geschichte hinter Hermann Maier (2.000).

Lara Gut: Erstmals seit Vreni Schneider 1994/95 kommt die Gesamtweltcupsiegerin wieder aus der Schweiz. Die Tessinerin feierte sechs Saisonsiege, erfolgreicher war nur Lindsey Vonn mit neun.

Lindsey Vonn: Die US-Amerikanerin sicherte sich zum bereits achten Mal den Abfahrts-Weltcup, damit überflügelte sie Annemarie Moser-Pröll in dieser Disziplin. Es war ihre insgesamt 20. Kristallkugel.

Team Norwegen: Das norwegische Skiteam brachte es auf insgesamt zwanzig Siege, davon 19 aus dem Herren-Lager. Aksel Lund Svindal kam auf sieben Erfolge, Henrik Kristoffersen auf sechs, Kjetil Jansrud auf vier, Aleksander Aamodt Kilde auf zwei und Nina Löseth steuerte einen bei. Erfolgreichste Weltcupsaison des norwegischen Alpinskiteams war zuvor der Winter 1998/99 mit elf.

Team Frankreich: Frankreichs Skiherren rückten den Österreichern sehr nahe, im Nationencup kamen sie bis auf 201 Zähler an Marcel Hirscher und Co heran. Herausragend war die Ausbeute im Riesentorlauf mit vier Athleten in den Top Sechs der Endabrechnung. Alexis Pinturault gewann neben vier Riesentorläufen auch zwei Kombinationen und die kleine Kristallkugel in dieser Wertung.

FLOPS

Verletzungen: Nie zuvor erwischte es so viele Hochkaräter, die Liste führten Anna Fenninger, Aksel Lund Svindal, Matthias Mayer, Lindsey Vonn, Michaela Shiffrin, Ted Ligety, Giuliano Razzoli, Guillermo Fayed, Beat Feuz, Max Franz und Nicole Schmidhofer an. Am häufigsten waren Knieverletzungen.

Wetterkapriolen: Bis zum Jahreswechsel wurden wegen Schneemangels die Slaloms in Levi und Zagreb, sowie die Damen-Speedrennen in St. Anton abgesagt. Wegen Starkregens und aufgeweichter Piste fiel der Herren-Riesentorlauf ins Adelboden ins Wasser, in unfahrbarem Zustand befanden sich auch die Riesentorlauf-Pisten in Maribor (Damen) und Garmisch (Herren). Mitte Februar schneite es in Crans Montana für die Damen zu viel, Abfahrt und Kombination wurden abgesagt. Der Riesentorlauf in Jasna wurde wegen Windes um zwei Tage verschoben. Bis auf den Levi-Slalom der Herren und die Crans-Montana-Kombi der Damen wurden alle Rennen an anderen Schauplätzen nachgeholt.

Drohne: Marcel Hirscher freute sich in Madonna di Campiglio nach Platz zwei im Slalom über ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk. Eine TV-Drohne war im zweiten Durchgang unmittelbar hinter ihm auf die Piste gekracht. Der Salzburger hatte etwas gespürt, dachte an einen Rutscher oder eine Stange, den Zuschauern indes stockte der Atem.

Österreich Speedherren: Obwohl viele verletzte Akteure fehlten, gab es von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel eine Schelte für die restlichen Speedfahrer und das löste einen Kritik-Reigen los, dem sich viele Ehemalige anschlossen. Erstmals seit der Saison 2009/10 gab es keinen Abfahrtssieg für Österreichs Herren, den einzigen Speedsieg holte Hirscher im Super-G.

apa/stol

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