Die Zeitung „Guardian“ bezeichnete die Fehler des Keepers Lukasz Fabianski im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals als „Horror-Show“. „Fabianski überreicht Porto den Sieg“, titelte die „Times“ am Donnerstag, die von einem „Comedy-Abend“ sprach. Auch Kapitän Cesc Fabregas ging hart mit seiner Elf ins Gericht. „Das waren Tore, wie sie unter Schuljungen fallen“, klagte der Spanier. Die Portugiesen jubeln hingegen. Der Torwart sei „ein Freund“, so das Massenblatt „Correio da Manha“.Fabianskis „schwarzer Abend“ hatte in der 11. Minute begonnen, als der Torwart eine Flanke von Silvestre Varela ins eigene Netz ablenkte. Sol Campbell (18.) schaffte zwar den Ausgleich für die Gäste von der Insel. Doch ihr polnischer Schlussmann agierte in der zweiten Halbzeit innerhalb von Sekunden gleich zweimal unglücklich. Er nahm zunächst einen Rückpass von Campbell im Strafraum mit der Hand auf, dann erlaubte er die schnelle Ausführung des Freistoßes. Falcao schob den Ball unbedrängt ins Netz (51.) „Fabianski schrieb eine Komödie der Irrungen, aber niemand lacht, außer den Einheimischen“, stellte der „Daily Telegraph“ fest.Kritisiert wurde nach dem Abpfiff aber nicht nur Fabianski. Auch der schwedische Skandal-Schiri Martin Hansson, der im WM-Playoffspiel bereits ein Handspiel des Franzosen Thierry Henry gegen Irland übersehen und den Sieg der Equipe Tricolore ermöglicht hatte, bekam sein Fett ab. „Es war ein Riesenfehler, Porto die Ausführung des schnellen Freistoßes zu erlauben“, meinte Arsenal-Coach Arsène Wenger. Es sei ein „Geschenk“ gewesen. Und Campbell legte nach: Hansson habe ihn beim Freistoß „abgeblockt“, sagte der 35 Jahre alte Routinier.Porto ist das alles egal. „Beim Rückspiel in London werden wir die Hölle erleben, aber wir kommen weiter“, verspricht Trainer Jesualdo Ferreira. Die Statistik gibt ihm recht. Nach einem Heim-Sieg im Hinspiel sind die „Drachen“ aus Porto in der K.o.-Phase der Champions League bislang immer weitergekommen. Das war zwölf Mal der Fall.dpa