Zuletzt kam 2010 in Südafrika im Achtelfinale das Aus. Auch dieses Mal ist nicht zu erwarten, dass die „Soccer Boys“ an ihr bisher bestes WM-Abschneiden – Platz 3 im Jahr 1930 – herankommen werden.Der Star der Mannschaft ist nicht ein Spieler, sondern Trainer Jürgen Klinsmann. Der Deutsche, der Deutschland 2006 zu WM-Platz drei geführt hatte, hat sich in den USA seit seiner Installierung Ende Juli 2011 ein enormes Standing erarbeitet. Bester Beweis dafür ist die Tatsache, dass der 49-Jährige seit Dezember 2013 neben seiner Trainertätigkeit auch die Funktion des Technischen Direktors innehat. Und sein Vertrag wurde mittlerweile bis Ende Juni 2018 langfristig verlängert.Auf der Suche nach Erfolg holte sich Klinsmann im Vorfeld der WM weitere personelle Verstärkung ins Boot. Aserbaidschan-Teamchef Berti Vogts, ein enger Klinsmann-Vertrauter, arbeitet seit Ende März auch als dessen Berater und ist dabei vor allem in den Bereichen Gegner-Beobachtung und Entwicklung von Trainingsplänen tätig. Auf Spielerseite kennt man Legionäre wie Goalie Tim Howard (Everton) oder Stürmer Jozy Altidore (Sunderland). Nationale Soccer-Stars wie Clint Dempsey (Seattle Sounders), Landon Donovan (Los Angeles Galaxy) oder Michael Bradley (Toronto) haben sich ebenfalls in Europa einen Namen gemacht, spielen allerdings mittlerweile „nur mehr“ in der Major League Soccer (MLS). Rapids Angreifer Terrence Boyd kämpft noch um einen Platz im WM-Kader.Die US-Amerikaner waren zwar mit einem 1:2 in Honduras schlecht in die CONCACAF-Qualifikation gestartet, sicherten sich aber mit sieben Siegen bei einem Remis und zwei Niederlagen noch souverän Platz eins. Nun ist die Hoffnung groß, im Gegensatz zu den Jahren 1934, 1950, 1990 (wo es auch ein 1:2 gegen Österreich setzte), 1998 und 2006 ein sechstes Out nach der Gruppenphase (Auftaktrunde) im zehnten Anlauf zu verhindern. Gegner in der Gruppe G sind Deutschland, Portugal und Ghana.Ein Fußballfieber wird in den USA aber voraussichtlich auch nicht ausbrechen, wenn das gelingt, spielt die Sportart doch im Vergleich zu Eishockey, Basketball, American Football oder Baseball nur eine Nebenrolle.In einer Reuters-Umfrage sagten zwei von drei Befragten, dass sie das Turnier nicht verfolgen werden. Mehr als zwei Drittel der Leute wussten nicht, dass der Kampf um den Titel in Brasilien über die Bühne geht.apa