„Wir können die Bayern ärgern“, sagte Olympique-Trainer Claude Puel am Dienstag vor dem Abschlusstraining des französischen Fußball-Serienmeisters in der Münchner Allianz Arena. Puel verordnete seinen Spielern zur raschen Erholung intensive Massagen, Dehnübungen und Spaziergänge.Beeinflussen soll der durch die Vulkanasche aus Island erzwungene Umstieg vom Flugzeug in den Bus das Team am Mittwochabend aber nicht. „Wir brauchen keine Vorwände zu suchen. Die Reise ist abgehakt. Das ist alles Kopfsache. Wir denken positiv“, sagte Torhüter Hugo Lloris. „Wir haben die Möglichkeit, Geschichte zu schreiben.“Der Respekt vor dem FC Bayern ist beim Bezwinger von Real Madrid groß. „Bayern schwimmt auf einer Erfolgswelle“, meinte Lloris: „Sie sind kollektiv gut aufgestellt und haben die individuelle Klasse eines Ribéry oder Robben. Wir müssen hinten und vorne an unsere Grenzen gehen“, betonte der 23 Jahre alte Torhüter.Angeschlagen ist Stürmer Lisandro Lopez. Der Argentinier ist wegen einer Sprunggelenksverletzung nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, soll aber auflaufen. Beim Abschlusstraining war Lopez dabei. „Wir müssen abwarten“, sagte Puel. Mit der ersten Halbfinal-Teilnahme von Lyon will er sich nicht zufrieden geben. „Das Halbfinale zu erreichen ist schön und gut. Aber warum sollte das das Ende der Fahnenstange sein? Alles ist möglich – sowohl für Bayern als auch für uns.“Dass gleich sieben seiner Spieler von einer Gelb-Sperre für das entscheidende Rückspiel am kommenden Dienstag in Lyon bedroht sind, werde ihn bei Taktik und Aufstellung nicht beeinflussen, sagte der Coach. „Wir werden keine Zurückhaltung üben“, kündigte Puel an.dpa