Dienstag, 11. August 2015

RB Leipzig will nicht am Grünen Tisch gewinnen

Leipzig wäre bereit, die am Montag abgebrochene Erstrunden-Partie im DFB-Pokal beim VfL Osnabrück erneut auszutragen. Das Match war abgebrochen worden, nachdem der Schiedsrichter von einem Feuerzeug am Kopf getroffen worden war.

Schiedsrichter Martin Petersen (rechts) wurde im DFB-Pokal-Spiel Osnabrück-Leipzig von einem Feuerzeug am Kopf getroffen.
Schiedsrichter Martin Petersen (rechts) wurde im DFB-Pokal-Spiel Osnabrück-Leipzig von einem Feuerzeug am Kopf getroffen. - Foto: © APA/EPA

„Wir verurteilen die unsportlichen und unfairen Taten aufs Schärfste. Dennoch bieten wir ein Wiederholungsspiel an“, sagte RB Leipzigs Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick am Dienstagmorgen auf der Homepage des Fußball-Zweitligisten.

Schiedsrichter Martin Petersen war in Osnabrück in der 71. Minute von einem Feuerzeug am Kopf getroffen worden, das Spiel wurde daraufhin am Montagabend beim Stand von 1:0 für Osnabrück abgebrochen.

Der Deutsche Fußball-Bund ermittelt. Wie die Partie gewertet wird, hat das Sportgericht des DFB zu entscheiden.

Laut Rangnick flogen „das ganze Spiel“ über Feuerzeuge, Trinkbecher und andere Wurfgegenstände in Richtung der Gäste-Profis sowie der Auswechselspieler beim Warmlaufen. „Es war demnach definitiv nicht nur ein Einzeltäter, dessen Handeln später zu dem für alle Seiten bedauerlichen Spielabbruch führte“, meinte Rangnick.

Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius, der als Fan des VfL Osnabrück die skandalösen Vorfälle im Stadion selbst miterlebt hatte, rief die Fans auf, bei der Suche nach dem „Verursacher“ mitzuhelfen. „Jedem Stadionbesucher muss klar werden, dass solche Aktionen niederträchtig sind, und strafbar dazu“, sagte Pistorius.

VfL-Präsident Hermann Queckenstedt sprach noch auf dem Rasen vor den Zuschauern vom bittersten Tag seiner Amtszeit bei dem Verein. Er entschuldigte sich im Namen des VfL Osnabrück ausdrücklich bei Schiedsrichter Petersen. „Diese Aktion schadet dem VfL, diese Aktion schadet dem Fußball.“

dpa

stol