Montag, 11. April 2016

Real-Coach Zidane gegen Wolfsburg unter Druck

Vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Fußball-Champions-League gegen den VfL Wolfsburg am Dienstag steht Real Madrids Trainer Zinedine Zidane mächtig unter Druck.

Skeptisch: Zinédine Zidane
Skeptisch: Zinédine Zidane - Foto: © LaPresse

Laut der Zeitung „El Pais“ machte der Franzose seinen Schützlingen deutlich, dass sein Vertrag auf dem Spiel stehe. Auf der Pressekonferenz am Montag spielte Zidane den Druck aber herunter. „Wir machen uns keine Sorgen“, sagte er.

„Der Druck ist so wie immer“, meinte der Franzose, fügte aber auch hinzu: „Vielleicht ist es das wichtigste Spiel der Saison, das kann sein. Am Ende ist es aber nur ein Fußballspiel.“

"Bis zum Tod" 

Die Profis agierten am Tag vor dem Match nur in sozialen Netzwerken und verkündeten zum Teil martialische Durchhalteparolen. Die markantesten: „Großes Team. Dienstag alle zusammen bis zum Tod!!“, postete Stürmer Jese auf Twitter.

Kapitän Sergio Ramos schrieb: „Dieses Wappen gewinnt keine Spiele, aber es zwingt uns zum Sieg.“

Aus gegen Wolfsburg, Aus für Zidane? 

Die Zeitung „El Mundo“ hatte am Wochenende nach dem 4:0-Sieg des Ligadritten gegen Eibar bereits die Gretchenfrage gestellt: „Bleibt Zidane, wenn Madrid gegen Wolfsburg ausscheidet?“

Die einflussreichen Madrider Sportblätter zogen große Vergleiche: „Si se puede“, titelte „Marca“ in Anlehnung an den „Yes we can“-Wahlslogan von US-Präsident Barack Obama groß auf Seite eins. Madrid muss gegen die Deutschen einen 0:2-Rückstand aus dem Hinspiel wettmachen.

Wenn man aber „El Pais“ Glauben schenken darf, dann ist die Stimmung bei den Königlichen auch nach der Liga-Pleite von Erzrivale und Tabellenführer FC Barcelona in San Sebastian (0:1) nicht die beste. Trotz nur noch vier Punkten Rückstand auf „Barca“.

So hieß es, die Kapitäne Ramos, Ronaldo und Marcelo hätten sich nach der Niederlage in Wolfsburg beim Coach beschwert, weil der öffentlich „mangelnde Intensität“ beklagt habe. Ein Schulterschluss sei vereinbart worden, „die Flitterwochen sind aber vorbei“, hieß es. Luka Modric widersprach dem entschieden. „Ich kann nur sagen: Die Stimmung in der Kabine ist sehr gut.“

Ausverkauftes Haus

Zidane beteuerte, er freue sich auf den VfL: „Ich mag solche Herausforderungen, mein Team auch.“

Trotz Kartenpreisen zwischen 70 und 240 Euro wird das Bernabeu mit 80.000 Fans ausverkauft und wohl sehr laut sein. „Mit eurer Unterstützung schaffen wir es“, versprach Ronaldo den Fans.

dpa

stol