Donnerstag, 31. August 2017

Rekordtransfer erfüllt Arnautovic mit Stolz

Marko Arnautovic ist als teuerster österreichischer Fußballer der Geschichte ins ÖFB-Teamcamp eingerückt.

Marko Arnautovic während eines Trainings des ÖFB-Teams in Maria Enzersdorf.
Marko Arnautovic während eines Trainings des ÖFB-Teams in Maria Enzersdorf. - Foto: © APA

Die 28-Millionen-Euro-Überweisung von West Ham an Stoke ist für einen heimischen Kicker unerreicht, was den Wiener mit einem gewissen Stolz erfüllt. „Es ist sicher etwas Schönes, das zu erreichen“, erklärte der Offensivspieler am Donnerstag in Wien.

In diesem Zusammenhang bedankte sich Arnautovic bei seinen Angehörigen. „Das ist eine Wertschätzung nicht nur für mich, sondern auch für meine Familie. Durch sie bin ich dort, wo ich bin“, meinte der Vater zweier Töchter.

Saisonstart eher durchwachsen 

Allerdings verlief der Start bei West Ham nicht gerade wunschgemäß. In der zweiten Partie wurde Arnautovic gegen Southampton wegen eines Ellbogenchecks ausgeschlossen und für 3 Partien aus dem Verkehr gezogen. Das letzte Spiel seiner Sperre sitzt er am 11. September im Heimmatch gegen Huddersfield ab. „Das war unglücklich, aber ich komme mit der Situation klar“, betonte Arnautovic.

Bei der Roten Karte nach der Attacke an Southampton-Profi Jack Stephens sei auch Pech dabei gewesen. „Er war ein bisschen zu weit unten mit dem Körper. Wenn er aufrecht steht, erwische ich ihn nicht dort, wo ich ihn erwischt habe“, erklärte Arnautovic.

West Ham steht nach den ersten 3 Runden ohne Punktgewinn auf dem letzten Platz. „Aber ich bereue den Wechsel nicht, ganz im Gegenteil. Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe, die Mannschaft hat viel Potenzial.“

Kritiker lassen ihn kalt

Dass er nach seinem Transfer Kritik aus dem Umfeld von Stoke City einstecken musste, lässt Arnautovic relativ kalt. „Ich bin längst weg und man redet immer noch von mir. Das heißt, es tut ihnen weh, dass ich gegangen bin.“

Der Offensivspieler nimmt nach eigenen Angaben generell von Kritikern wenig Notiz. „Du hast immer 'Haters', die haben auch die Besten im Fußball-Geschäft, aber ich weiß mit dem Druck umzugehen. Ich konzentriere mich nur auf den Fußball und nicht darauf, was Menschen sagen, schreiben oder meinen.“

Fokus auf WM-Qualifikation

Derzeit liegt sein ganzer Fokus auf dem WM-Qualifiktionsmatch am Samstag in Cardiff gegen Wales. „Wir sollten Gas geben, und jeder sollte für den anderen kämpfen bis zum Umfallen“, lautet die Marschroute des 28-Jährigen.

Im ersten Duell mit Wales vor 11 Monaten in Wien erzielte Arnautovic 2 Tore, dennoch reichte es für Österreich nur zu einem 2:2. „Wir haben in diesem Match dominiert und hätten den Sieg verdient gehabt“, erinnerte sich der 62-fache ÖFB-Internationale (15 Tore).

apa

stol